«ProblembÀrin» Gaia auf Weg in Schwarzwald
19.07.2025 - 23:28:40Nach monatelangen Vorbereitungen ist eine BĂ€rin, die 2023 in Italien einen Jogger tödlich verletzt hatte, auf dem Weg nach Deutschland. Das fast 20 Jahre alte Tier mit der Bezeichnung JJ4 - auch bekannt unter dem Namen Gaia - soll kĂŒnftig im Schwarzwald leben. Im «Alternativen Wolf- und BĂ€renpark» bei Bad Rippoldsau-Schapbach wurde dort eigens ein Gehege gebaut. Das GelĂ€nde ist umgeben von einem hohen Zaun und hat im Boden einen besonderen Schutz, damit sich die BĂ€rin nicht durchgraben kann.Â
Nach italienischen Angaben wurde Gaia bereits Mitarbeitern des deutschen Parks ĂŒbergeben. Dies teilte der zustĂ€ndige Landrat der Provinz Trentino in Oberitalien, Roberto Failoni, mit, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Die BĂ€rin hatte im April 2023 einen 26-jĂ€hrigen Mann angefallen und getötet. Zuvor gab es schon andere ZwischenfĂ€lle. Deshalb wurde auch ĂŒberlegt, sie zu erschieĂen. Dann wurde sie lebend gefangen. Seither war sie in einem Gehege bei Trient.
Mutter lebt schon in Park im Schwarzwald
In dem Schwarzwald-Park lebt bereits die BraunbĂ€rin Jurka, Gaias Mutter. Ihr Bruder Bruno war im Sommer 2006 der erste BĂ€r, der nach 170 Jahren seine Tatzen auf bayerischen Boden setzte. Der «ProblembĂ€r» wurde im bayerischen Rotwandgebiet abgeschossen.Â
Eigentlich sind BraunbĂ€ren in Europa durch verschiedene Abkommen und auch durch eine EU-Richtlinie geschĂŒtzt. Nur «ProblembĂ€ren» dĂŒrfen gefangen und umgesiedelt - und notfalls auch erschossen werden. Dies kommt jedoch nur selten vor. In der Regel gehen BĂ€ren Menschen eher aus dem Weg.Â
Mehrere ZwischenfÀlle im Trentino
Im Trentino - einer Urlaubsregion auch mit vielen deutschen Touristen - kommt es seit einiger Zeit jedoch immer wieder zu Begegnungen. Vor allem Muttertiere, die Angst um ihren Nachwuchs haben, reagieren aggressiv. Zudem trauen sich die BÀren auf der Suche nach Nahrung immer nÀher an Bauernhöfe und Ortschaften heran.
GrundsĂ€tzlich empfehlen Experten, bei einer Begegnung mit BraunbĂ€ren ruhig zu bleiben und sich langsam zurĂŒckzuziehen. Sie raten aber auch zu BĂ€renspray und geruchssicheren BehĂ€ltern, damit die Tiere gar nicht erst angelockt werden.


