Wasser in Berliner Stadtbibliothek - BestÀnde in Gefahr
10.07.2024 - 22:56:33Nach Starkregen in Berlin ist im Magazin der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) Wasser eingedrungen. In einem Instagram-Beitrag der Bibliothek ist zu sehen, wie BeschĂ€ftigte eine Kette bilden und das Wasser mit Eimern aus dem GebĂ€ude herausbefördern. ZLB-Betriebsdirektor Jonas Fansa sagte in einem Beitrag des Senders rbb: «Hier stehen Hunderttausende von teilweise auch alten BĂŒchern, die akut gefĂ€hrdet sind.»Â
Nicht nur das Wasser, das in den RegalgĂ€ngen stehe, sei problematisch, sondern auch der absehbare Anstieg der Luftfeuchtigkeit. «Das wird dazu fĂŒhren, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Problem mit Schimmel bekommen werden.» Und: «Wir mĂŒssen jetzt gucken, wie wir die BĂŒcher retten, wie viel wir hier rausrĂ€umen mĂŒssen, damit der Schaden möglichst begrenzt bleibt.»
Geplatztes Regenwasserrohr
Im Magazin der BibliotheksrĂ€ume in Berlin-Mitte war nach Angaben einer Sprecherin ein Regenwasserrohr geplatzt. Dadurch sei ein rund 1000 Quadratmeter groĂes Magazin in kurzer Zeit betroffen gewesen. Das Wasser habe sieben bis zehn Zentimeter hoch gestanden und bis an die Unterkante der Magazinregale gereicht. SchĂ€den, die noch nicht weiter beziffert werden könnten, seien vor allem durch Spitzwasser und Luftfeuchtigkeit entstanden. Betroffen seien vor allem SammlungsbestĂ€nde von Zeitschriften und Schallplatten, die nun getrocknet wĂŒrden.Â
Auf der Internetseite der ZLB hieĂ es: «Wieder ist in unsere Magazine in der Berliner Stadtbibliothek viel Wasser eingedrungen, jeder kurze Platzregen gefĂ€hrdet unsere BestĂ€nde. Es wird Zeit fĂŒr ein neues GebĂ€ude fĂŒr die ZLB.» Am Donnerstag mĂŒsse mit EinschrĂ€nkungen im Bibliotheksbetrieb gerechnet werden.Â
Die ZLB umfasst zwei Standorte: die Berliner Stadtbibliothek in Mitte, wo der jetzige Wasserschaden entstanden ist, und die Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg. Seit Jahren wird ein neues Domizil gesucht, an dem alle BestĂ€nde zusammengefĂŒhrt werden sollen. Die ZLB befĂŒrwortet den Vorschlag von Berlins Kultursenator Joe Chialo, das GebĂ€ude der Galeries Lafayette auf der FriedrichstraĂe dafĂŒr zu nutzen. Nach jĂŒngsten Angaben schlieĂt das Luxuskaufhaus Ende Juli.





