Neue Spur ĂŒber 20 Jahre nach Mord an einem Barkeeper
09.05.2025 - 11:35:19Mehr als 20 Jahre nach dem Tod eines Barkeepers in der ostwestfĂ€lischen Kurstadt Bad Driburg will die Polizei den ungeklĂ€rten Mordfall mit Hilfe einer DNA-Reihenuntersuchung bei etwa 120 Personen und einer hohen Belohnung doch noch lösen. Kleinteilige Untersuchungen nach neuesten Standards hĂ€tten zu einem Nachweis von zuvor noch unentdecktem DNA-Material gefĂŒhrt, teilte die Polizei mit. Dabei handele es sich um Spuren, die bei den damaligen Ermittlungen an der Leiche gesichert werden konnten.Â
Die Ermittler hoffen, den TĂ€ter nun mit Hilfe einer DNA-Reihenuntersuchung identifizieren zu können. Sie suchen den Mörder im erweiterten Bekanntenkreis des Getöteten. Alle bisher identifizierten Kontaktpersonen des Getöteten wĂŒrden aufgesucht und um Abgabe einer Speichelprobe gebeten, erklĂ€rte der Leiter der Ermittlungsgruppe, Markus Mertens. Auch Kontaktpersonen, die vor Jahren bereits eine Probe abgaben, wĂŒrden wieder aufgesucht. Alle alten Proben seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben vernichtet worden.Â
TÀter hat Geldbörse entwendet
Der 29-jĂ€hrige Tino Werner war im November 2003 nach einem Hinweis tot in seiner Wohnung in Bad Driburg von Polizisten entdeckt worden. Laut Obduktion wurde er erdrosselt. Der TĂ€ter habe offenbar die Kellnergeldbörse des Opfers mit etwa 150 Euro mitgenommen. Der als zuverlĂ€ssig bekannte Mann war zuvor nicht zur Arbeit erschienen. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Opfer den Mörder kannte, da er ihn mit zu sich in seine Wohnung nahm. Laut Polizei war Werner offen homosexuell und suchte ĂŒber Datingportale MĂ€nnerkontakte.
«Es kann sich um einen guten Bekannten, aber natĂŒrlich auch um einen flĂŒchtigen Kontakt aus dem Internet gehandelt haben. Auch ein spontanes Kennenlernen an diesem Abend in der Bad Driburger Kneipenszene schlieĂen wir nicht aus», erklĂ€rte Mertens. Möglicherweise habe der TĂ€ter inzwischen sein Schweigen gebrochen und mit anderen Personen ĂŒber die Tat gesprochen. FĂŒr Hinweise, die zur Ermittlung, Ergreifung und rechtskrĂ€ftigen Verurteilung eines TatverdĂ€chtigen fĂŒhrten, stehe eine Belohnung von 10.000 Euro bereit.


