Hornstoß-Verletzung, StierlĂ€ufen

Zweite Hornstoß-Verletzung bei StierlĂ€ufen in Pamplona

09.07.2025 - 09:07:33

Das spanische SanfermĂ­n-Fest ist gefĂ€hrlich - wieder mĂŒssen das mehrere LĂ€ufer am eigenen Leib erfahren.

  • Auch beim dritten der insgesamt acht LĂ€ufe wurde einer der Teilnehmer durch einen Hornstoß verletzt. Er kam in ein Krankenhaus. - Foto: Miguel Oses/AP/dpa

    Miguel Oses/AP/dpa

  • Die jeweils sechs Stiere eines Laufs sterben spĂ€ter am Tag in der Stierkampfarena. TierschĂŒtzer protestieren seit Jahren vergeblich gegen das Spektakel. - Foto: Miguel Oses/AP/dpa

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Auch beim dritten der insgesamt acht LĂ€ufe wurde einer der Teilnehmer durch einen Hornstoß verletzt. Er kam in ein Krankenhaus. - Foto: Miguel Oses/AP/dpaDie jeweils sechs Stiere eines Laufs sterben spĂ€ter am Tag in der Stierkampfarena. TierschĂŒtzer protestieren seit Jahren vergeblich gegen das Spektakel. - Foto: Miguel Oses/AP/dpa

Beim dritten Stierlauf des diesjĂ€hrigen SanfermĂ­n-Festes in Pamplona im Norden Spaniens ist erneut ein Teilnehmer durch einen Hornstoß verletzt worden. Der Mann sei mit Verletzungen am Bein in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte eine Sprecherin des Roten Kreuzes im Fernsehen mit. Schon am Vortag war ein LĂ€ufer von einem der spitzen Hörner unter der Achsel getroffen worden und kam in ein Krankenhaus. 

Am Mittwoch kamen demnach auch drei weitere LÀufer mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Einer habe eine Prellung und Verrenkung der Schulter erlitten, ein anderer eine Gesichtsprellung und ein dritter ein SchÀdeltrauma, wie weiter mitgeteilt wurde. Leichtere Verletzungen wurden vor Ort behandelt.

Mann wurde meterweit mitgeschleift - blieb aber unverletzt 

Die langen spitzen Hörner der Stiere können auch tödliche Verletzungen auslösen. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009. Am Mittwoch hatte ein weiterer LÀufer einen Schutzengel. Im Fernsehen war zu sehen, wie sich sein Hemd am Horn eines Stiers verfing. Der Bulle schleifte den Mann mehrere Meter mit, bis das Hemd zerriss. Der Mann blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

Beim dritten von insgesamt acht LĂ€ufen kam es zu vielen StĂŒrzen. In den engen Gassen laufen derart viele Teilnehmer, dass sie oft nicht ausweichen können, wenn ein LĂ€ufer vor ihnen stĂŒrzt. Dann fallen viele Teilnehmer ĂŒbereinander. Die bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen versuchen im Galopp zum GlĂŒck meist, reflexhaft ĂŒber am Boden liegende Menschen zu springen. 

Seit Ende des 16. Jahrhunderts

Die «Sanfermines» sind dem Stadtheiligen San FermĂ­n gewidmet und werden in der 200.000-Einwohner-Stadt der Region Navarra bereits seit Ende des 16. Jahrhunderts immer in der ersten Juli-HĂ€lfte gefeiert. TĂ€glich werden am frĂŒhen Vormittag sechs Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt fĂŒr die StierkĂ€mpfe am Abend bis in die Arena gejagt. Dort sterben die Stiere am Abend durch die Hand eines Toreros. Der letzte Lauf findet dieses Jahr - wie immer - am 14. Juli statt. Seit Jahren protestieren TierschĂŒtzer gegen das Spektakel. «Stierlauf verursacht Tierleid», betont etwa die Organisation Peta in Deutschland.

@ dpa.de