Anstieg bei Verkehrstoten im Jahr 2022
12.07.2023 - 10:36:44Die Zahl der Toten und Verletzten bei VerkehrsunfĂ€llen ist im vergangenen Jahr zwar deutlich gestiegen, sie lag aber weiterhin unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Laut endgĂŒltiger Daten des Statistischen Bundesamts starben 2022 insgesamt 2788 Menschen bei UnfĂ€llen im StraĂenverkehr, 9 Prozent mehr als im Jahr 2021.
Verletzt wurden demnach im letzten Jahr rund 361.000 Menschen, das entspricht einem Anstieg von 12 Prozent. 2021 hatte die Corona-Pandemie mit Lockdown, Homeoffice und Homeschooling fĂŒr weniger Verkehr gesorgt. Die Zahl der Toten auf den StraĂen war damals auf einen historischen Tiefstand gesunken.
Aber auch 2022 sei die Zahl der Toten und Verletzten auf einem besonders niedrigen Stand geblieben, teilte das Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch weiter mit. Im Schnitt habe es tÀglich 989 Verletzte und 8 Todesopfer gegeben. Und: Die Zahlen waren weiter niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019. So lag die Zahl der bei UnfÀllen Getöteten 8,5 Prozent unter dem Wert aus diesem Jahr, die der Verletzten 6 Prozent darunter.
Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 2,4 Millionen UnfĂ€lle, 4 Prozent mehr als 2021. Im Vergleich zum Jahr 2019 ergab sich dagegen ein RĂŒckgang um 10,4 Prozent. In den allermeisten FĂ€llen - also bei rund 2,1 Millionen UnfĂ€llen - blieb es bei einem Sachschaden.
AuffÀllig sei allerdings die Zunahme bei AlkoholunfÀllen, erklÀrten die Statistiker. WÀhrend die Zahlen von 2015 bis 2019 zwischen 34.000 und 36 000 variierten und sie wÀhrend der Pandemie unter 33.000 lagen, wurden im vergangenen Jahr 38.771 AlkoholunfÀlle registriert. Das waren 19 Prozent mehr als im Vorjahr.
Bereits im Februar hatten die Statistiker ihre vorlĂ€ufigen Zahlen zu den VerkehrsunfĂ€llen sowie zu Toten und Verletzten bekannt gegeben. Vor allem bei den absoluten Zahlen gibt es etwas Abweichungen. Das liege beispielsweise daran, dass in die vorlĂ€ufige Daten auch ein SchĂ€tzanteil einflieĂe, erklĂ€rte eine Sprecherin des Bundesamtes.


