Letztes Todesopfer nach Explosion an Stausee geborgen
12.04.2024 - 13:53:21 | dpa.de
Nach der verheerenden Explosion in einem Wasserkraftwerk an einem Stausee im Norden Italiens haben EinsatzkrĂ€fte am Freitag die Leiche des letzten vermissten Arbeiters geborgen. Die Zahl der Todesopfer ist damit nun offiziell auf sieben gestiegen, wie die zustĂ€ndigen Behörden mitteilten. Die RettungskrĂ€fte waren seit dem UnglĂŒck am Dienstag im Einsatz, um alle Vermissten zu bergen. Bereits in den Tagen zuvor fanden sie in den ĂŒberfluteten Bereichen der Anlage die Leichen von sechs Arbeitern.
Der genaue Hergang des UnglĂŒcks, das sich am Dienstag gegen 15.00 Uhr am Lago di Suviana ereignet hatte, ist noch immer unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen brach bei Wartungsarbeiten an einer Turbine etwa 30 Meter unterhalb des Wasserspiegels ein Feuer aus, wodurch es dann zu einer Explosion kam. Infolge der SchĂ€den drang viel Wasser in das GebĂ€ude ein, was die Bergungsarbeiten der RettungskrĂ€fte erschwerte.
Vier weitere Arbeiter, die bei der Explosion verletzt wurden, liegen noch im Krankenhaus, wie die Behörden weiter mitteilten. Zwei von ihnen befinden sich demnach noch in ernstem Zustand. Die Staatsanwaltschaft von Bologna hat indes eine Untersuchung eingeleitet.
Der Stausee liegt in einem Regionalpark der Apenninen zwischen den StĂ€dten Bologna und Florenz auf einer Höhe von knapp 500 Metern. Betrieben wird das Kraftwerk vom italienischen Stromversorger Enel. An den Arbeiten an der Turbine waren nach Behördenangaben MĂ€nner, die fĂŒr Subunternehmen tĂ€tig waren, im Einsatz. Seit dem Vorfall wird in Italien heftig ĂŒber das Thema Arbeitssicherheit diskutiert.
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