Polizei erfasst 2025 bisher mehr Gewalt an Bahnhöfen
11.08.2025 - 16:43:24Die Bundespolizei hat im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr Gewalt- und Waffendelikte an deutschen Bahnhöfen und in ZĂŒgen registriert. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor. Ăber die Antwort, die der dpa vorliegt, hatte zunĂ€chst die «Welt» berichtet.Â
Demnach wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 14.047 GewaltvorfĂ€lle registriert, im Jahr zuvor waren es noch 13.543 FĂ€lle, wie aus einer frĂŒheren Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Die entsprechenden Daten stammen aus der polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES).Â
Anstieg auch bei Einsatz von Waffen und SachbeschÀdigungen
Die Anzahl der Waffendelikte stieg den Daten zufolge von 589 auf 808 an, die der SachbeschĂ€digungen von 16.786 auf 17.595. Eine Gesamtbilanz fĂŒr 2025 lĂ€sst sich allerdings erst nach Ablauf des Jahres ziehen.Â
Einige Delikte haben sich im ersten Halbjahr 2025 bislang rĂŒcklĂ€ufig entwickelt. So sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwa die Zahl der Eigentumsdelikte von 29.468 auf 26.613. Auch die Straftaten mit BetĂ€ubungsmitteln sind zurĂŒckgegangen - von 5.839 auf 4.475.Â
Bei Gewaltdelikten mehrheitlich deutsche TatverdÀchtige
Ebenfalls rĂŒcklĂ€ufig, wenn auch nur geringfĂŒgig, war die Zahl der Sexualdelikte. WĂ€hrend die Bundespolizei von Januar bis Juni 2024 noch 1.125 Taten erfasste, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres 1.076 Delikte dieser Art.
FĂŒr Gewaltdelikte (5.711), SachbeschĂ€digungen (1.493), BetĂ€ubungsmitteldelikte (1.493) und Waffendelikte (480) in diesem Jahr wurden der Antwort zufolge mehrheitlich deutsche TatverdĂ€chtige ermittelt. Bei der Zuordnung zur Kategorie deutscher Staatsangehöriger kann es sich neben gebĂŒrtigen Deutschen auch um eingebĂŒrgerte Personen handeln. Bei Eigentumsdelikten (7.565) und Sexualstraftaten (349) wurden in der Mehrheit nicht-deutsche TatverdĂ€chtige registriert.Â
AfD-Politiker fordert mehr PolizeiprÀsenz an Bahnhöfen
In der Statistik aufgeschlĂŒsselt werden auch Messerangriffe in ZĂŒgen: 68 solcher VorfĂ€lle erfasste die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Im gleichen Zeitraum 2024 waren es 65 FĂ€lle gewesen. In Bahnhöfen waren es vor einem Jahr 251 Messerangriffe, nun ging die Zahl leicht auf 244 zurĂŒck.Â
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hess, der die Kleine Anfrage gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen gestellt hatte, forderte angesichts der Entwicklungen mehr PolizeiprĂ€senz an Bahnhöfen und ZĂŒgen. Er erwarte eine «Null-Tolerenz-Strategie gegenĂŒber GewalttĂ€tern und die konsequente Abschiebung straffĂ€lliger AuslĂ€nder», erklĂ€rte Hess.


