Walfanggegner, Paul

Walfanggegner Paul Watson wird nicht an Japan ausgeliefert

17.12.2024 - 13:10:38

Der bekannte Umweltaktivist Paul Watson kommt kurz vor Weihnachten frei - nach Monaten in grönlÀndischem Gewahrsam.

  • Paul Watson wird nicht nach Japan ausgeliefert. (Archivbild) - Foto: Lisa Rathke/AP

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  • Wie hier in Paris im Oktober wurde mehrmals fĂŒr Watson demonstriert. (Archivbild) - Foto: Louise Delmotte/AP

    Louise Delmotte/AP

Paul Watson wird nicht nach Japan ausgeliefert. (Archivbild) - Foto: Lisa Rathke/APWie hier in Paris im Oktober wurde mehrmals fĂŒr Watson demonstriert. (Archivbild) - Foto: Louise Delmotte/AP

Der bekannte Walfanggegner und Umweltaktivist Paul Watson wird nach Monaten in Gewahrsam auf Grönland nicht an die Walfangnation Japan ausgeliefert. Das hat das dĂ€nische Justizministerium entschieden. Der 74-JĂ€hrige könne nun zu seiner Familie nach Frankreich reisen, teilte eine AnwĂ€ltin des Aktivisten, Julie Stage, der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Watson wurde nach Angaben der grönlĂ€ndischen Polizei nach der Entscheidung des Ministeriums bereits am Morgen (Ortszeit) auf freien Fuß gesetzt.

Damit findet ein mehrmonatiges Ringen um Watsons Auslieferung kurz vor Weihnachten ein Ende. Der kanadisch-amerikanische StaatsbĂŒrger war im Juli auf Grundlage eines von Japan ausgestellten internationalen Haftbefehls in der grönlĂ€ndischen Hauptstadt Nuuk festgenommen worden, nachdem er den dortigen Hafen mit dem Schiff «John Paul DeJoria» angelaufen hatte. Seitdem wurde seine Zeit in Gewahrsam immer wieder verlĂ€ngert, wĂ€hrend unklar blieb, ob er nach Japan ausgeliefert wird. 

Grönland ist weitgehend autonom, zĂ€hlt aber offiziell zum Königreich DĂ€nemark. Die letzte Entscheidung ĂŒber die Auslieferung lag damit beim dĂ€nischen Justizministerium.

Bekannter WalschĂŒtzer mit umstrittenen Methoden

Watson ist einer der bekanntesten WalschĂŒtzer. Er war einst eines der ersten Mitglieder von Greenpeace, spĂ€ter grĂŒndete er die Sea Shepherd Conservation Society. Angesichts seiner konfrontativen Methoden beim Schutz der MeeressĂ€uger betrachten ihn manche UmweltschĂŒtzer als Helden, andere halten ihn fĂŒr zu radikal. 

Mit seinem Vorgehen hat er zudem diverse Walfangnationen gegen sich aufgebracht - insbesondere Japan. Nach einem Vorfall mit einem Walfangschiff in der Antarktis 2010 hatten die japanischen Behörden den besagten Haftbefehl gegen ihn ausgestellt und ihm vorgeworfen, das Schiff damals beschÀdigt und die WalfÀnger an ihrer Arbeit gehindert zu haben. 

Watson wies eine Schuld von sich. Seine AnwĂ€lte monierten, die VorwĂŒrfe seien nur ein Vorwand, um gegen ihn vorzugehen, weil er VerstĂ¶ĂŸe von Japan gegen Abmachungen zum Schutz von Walen öffentlich gemacht habe. International gab es mehrere Aufrufe und Demonstrationen fĂŒr seine Freilassung.

@ dpa.de