Kolumbien will Flusspferde von Drogenbaron Escobar keulen
14.04.2026 - 03:44:30 | dpa.de
Nach jahrelangen Diskussionen um das Schicksal der Flusspferde von Drogenbaron Pablo Escobar will die kolumbianische Regierung die Population der invasiven Art in dem sĂŒdamerikanischen Land deutlich reduzieren. ZunĂ€chst sollten etwa 80 Exemplare gekeult werden, kĂŒndigte Umweltministerin Irene VĂ©lez Torres an. Alle BemĂŒhungen, die Tiere in Zoos oder Wildparks etwa in Mexiko, Indien oder den Philippinen unterzubringen, seien bislang gescheitert. Das Ministerium arbeite aber weiterhin an UmsiedlungsplĂ€nen.
SchĂ€tzungsweise leben derzeit rund 200 Flusspferde in Kolumbien. Ohne GegenmaĂnahmen könnte die Population bis ins Jahr 2035 auf 1.000 Exemplare steigen. Die Tiere bringen Experten zufolge das lokale Ăkosystem aus dem Gleichgewicht und gefĂ€hrden einheimische Arten wie Manatis und Flussschildkröten. Zudem zerstören sie immer wieder Felder und bringen auch Menschen in Gefahr.
Der kolumbianische Drogenbaron Pablo Escobar schaffte sich einst vier afrikanische Flusspferde fĂŒr den Tierpark in seinem Luxusanwesen Hacienda NĂĄpoles an. Nachdem der Chef des MedellĂn-Kartells 1993 von SicherheitskrĂ€ften erschossen worden war, verfiel das Anwesen. Die Flusspferde zogen in die umliegenden WĂ€lder, pflanzten sich krĂ€ftig fort und breiteten sich immer weiter aus.
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