Im Ebola-Gebiet: WHO-Chef fordert bessere Zusammenarbeit
30.05.2026 - 18:28:49 | dpa.deIm Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine bessere Koordination zwischen allen humanitÀren und Gesundheits-Akteuren nötig. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wÀhrend seines Besuchs in der am stÀrksten betroffenen Provinz Ituri auf der Plattform X.
Es sei auĂerdem wichtig, auf die Bevölkerung zu hören und sie zu unterstĂŒtzen, betonte Tedros. «Die lokale Bevölkerung ist am besten dazu in der Lage, ihre BedĂŒrfnisse auszudrĂŒcken und wirksame Lösungen zur EindĂ€mmung des Ausbruchs zu identifizieren», schrieb der WHO-Chef.
Skepsis in der Bevölkerung
Die Menschen im Gebiet des aktuellen Ausbruchs im Ostkongo scheuen manche PrĂ€ventionsmaĂnahmen. Isolation, Trennung von den Angehörigen und die speziellen SicherheitsmaĂnahmen fĂŒr die Beisetzung verstorbener Ebola-Patienten stehen im starken Gegensatz zu den dort ĂŒblichen sozialen Normen im Krankheits- oder Todesfall. Hilfsorganisationen haben auch damit zu kĂ€mpfen, dass viele Menschen in Ituri Ebola fĂŒr einen Mythos halten.
Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs mehr als 1.000 VerdachtsfÀlle gemeldet, von denen rund 250 Erkrankte verstorben sind. Aus dem benachbarten Uganda sind nach Angaben der WHO neun bestÀtigte FÀlle gemeldet worden. Eine der Infektionen endete bislang tödlich.
