Tod, Ukrainerinnen

Tod von zwei Ukrainerinnen - Mordprozess beginnt

07.01.2025 - 04:00:39 | dpa.de

Der Fall sorgte bundesweit fĂŒr Entsetzen: Ein Ehepaar aus Nordbaden wollte unbedingt eine eigene Tochter haben und soll dafĂŒr die Mutter und die Großmutter eines fĂŒnf Wochen alten Babys getötet haben.

  • Im MĂ€rz 2024 entdeckte ein Passant die Leiche der 27-JĂ€hrigen am Rheinufer. (Archivbild) - Foto: RenĂ© Priebe/pr-video/dpa
    Im MÀrz 2024 entdeckte ein Passant die Leiche der 27-JÀhrigen am Rheinufer. (Archivbild) - Foto: René Priebe/pr-video/dpa
  • SpĂ€ter fanden Polizeitaucher die Leiche der Großmutter in einem See. (Archivbild) - Foto: RenĂ© Priebe/dpa
    SpĂ€ter fanden Polizeitaucher die Leiche der Großmutter in einem See. (Archivbild) - Foto: RenĂ© Priebe/dpa
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Ein Ehepaar, das eine ukrainische Frau und ihre Mutter getötet haben soll, um das Baby der JĂŒngeren als das eigene auszugeben, steht vor dem Landgericht Mannheim. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage wegen Mordes erhoben. Die Frau und ihr Mann sollen demnach im vergangenen MĂ€rz die 27-JĂ€hrige und ihre 51-jĂ€hrige Mutter getötet haben, um das damals fĂŒnf Wochen alte Baby der JĂŒngeren als das eigene auszugeben. Daher wird den beiden auch die Entziehung MinderjĂ€hriger vorgeworfen.

Das Motiv fĂŒr die Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass die mittlerweile 45-JĂ€hrige und ihr 43 Jahre alter Mann aus Sandhausen bei Heidelberg seit LĂ€ngerem den unerfĂŒllten Wunsch nach einer gemeinsamen Tochter gehegt hĂ€tten. SpĂ€testens im MĂ€rz 2023 hĂ€tten sich die beiden Deutschen damit befasst, ein neugeborenes MĂ€dchen zu entfĂŒhren und als ihres auszugeben. Die Ehefrau habe deswegen gezielt Kontakt zu ukrainischen GeflĂŒchteten gesucht und sei einer Telegram-Gruppe zu deren UnterstĂŒtzung beigetreten, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Opfer lebten mit dem Baby in einer FlĂŒchtlingsunterkunft 

Dadurch habe sie die 27-JĂ€hrige kennengelernt, die dort nach Hilfe beim Übersetzen fĂŒr die bevorstehende Geburt ihrer Tochter gesucht habe. Die Mutter, die Großmutter und das Baby waren zum Tatzeitpunkt in einer FlĂŒchtlingsunterkunft im Rhein-Neckar-Kreis untergebracht.

Am 7. MĂ€rz entdeckte ein Passant die Leiche der 27-JĂ€hrigen am Rheinufer. Am 13. MĂ€rz nahm die Polizei das Paar fest, bei dem die Ermittler das Baby unversehrt fanden. Am 19. MĂ€rz fanden Polizeitaucher die Leiche der Großmutter in einem See. Das Ehepaar befindet sich laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Es hat sich demnach bisher nicht zu den VorwĂŒrfen geĂ€ußert.

Baby lebt bei Tante in der Ukraine

Das mittlerweile rund elf Monate alte Baby lebte anschließend mehrere Monate bei einer Pflegefamilie. Im FrĂŒhsommer ĂŒbernahm die Tante - die heute 21 Jahre alte Schwester der Getöteten - die Vormundschaft fĂŒr das MĂ€dchen. Ende Juni kehrte sie mit dem Baby in die Ukraine zurĂŒck, wie der Anwalt der jungen Frau sagte. Die Adoption des MĂ€dchens sei dort beantragt, das Verfahren könne aber Monate dauern. Die Schwester tritt in dem Prozess als NebenklĂ€gerin auf. Sie wird allerdings nach Angaben des Anwalts aufgrund der beschwerlichen Anreise nicht zum Prozess erscheinen.

FĂŒr das Verfahren sind insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Am 21. Februar könnte ein Urteil verkĂŒndet werden.

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