Förderverein bietet eine Million - Festspiele: zu spÀt
28.01.2025 - 19:01:23 | dpa.deDie Bayreuther Festspiele sehen keine Möglichkeit mehr, den Spielplan fĂŒr das FestspieljubilĂ€um 2026 noch zu Ă€ndern - trotz der angebotenen zusĂ€tzlichen Million des Fördervereins.Â
 Festspiele: «Fernab jeglicher Realisierbarkeit»
«Nach Ănderung der Spielplanung fĂŒr das Jahr 2026 im Dezember des letzten Jahres stehen die zuvor vorgesehenen KĂŒnstlerinnen selbstverstĂ€ndlich nicht mehr zur VerfĂŒgung und eine Umgestaltung des von der Festspielleitung ursprĂŒnglich gewĂŒnschten Spielplanes ist zum jetzigen Zeitpunkt selbstredend bedauerlicherweise fernab jeglicher Realisierbarkeit», sagte der Pressesprecher der Festspiele, Hubertus Herrmann, der Deutschen Presse-Agentur.Â
Eine Million Euro hatte die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth (GdF) zusĂ€tzlich als zweckgebundene Spende angeboten und einen entsprechenden Brief an die Festspielleitung geschrieben, wie die dpa erfuhr. Das Geld sollte Festspielchefin Katharina Wagner nach dem Willen der MĂ€zene nutzen, um einige geplante Streichungen wieder rĂŒckgĂ€ngig zu machen und den «TannhĂ€user» von Tobias Kratzer und den «Lohengrin» mit Christian Thielemann am Dirigentenpult wieder auf den Spielplan zu nehmen.Â
Festspiele: «WĂŒnschen kann man sich viel»
«WĂŒnschen kann man sich viel, allerdings muss, unabhĂ€ngig von der dramaturgischen Sinnhaftigkeit der Forderung der GdF, darĂŒber gar nicht diskutiert werden», sagte Herrmann. SchlieĂlich hĂ€tten die Gesellschafter der Bayreuther Festspiele einvernehmlich «und zu unserem groĂen Bedauern eine VerĂ€nderung des Spielplanes fĂŒr die JubilĂ€umsspielzeit 2026 beschlossen und der Ăffentlichkeit kommuniziert».Â
Sollte die GdF die nun aufgetauchte Million aber dennoch spenden wollen, nehme man das sehr gerne an, sagte Herrmann: «SelbstverstĂ€ndlich wĂŒrden wir uns ĂŒber die zusĂ€tzlichen finanziellen Mittel auĂerordentlich freuen und diese dankend fĂŒr das umfangreich und noch nicht vollstĂ€ndig finanzierte Rahmenprogramm des JubilĂ€umsjahres 2026 verwenden, bei dem die Festspiele vor allem auch fĂŒr die Bayreuther: innen und alle Interessierten ein vielfĂ€ltiges und kostenloses Angebot bieten wollen.»
Zu wenig Geld fĂŒr ambitionierte PlĂ€ne
Die geplanten Streichungen fĂŒr die Richard-Wagner-Festspiele 2026, wenn das Opern-Spektakel 150 Jahre alt wird, hatten Ende vergangenen Jahres Schlagzeilen in der Klassik-Welt gemacht. UrsprĂŒnglich war geplant gewesen, alle zum Bayreuther Standard-Repertoire gehörenden Opern von Richard Wagner (1813-1883) zu spielen - plus das FrĂŒhwerk «Rienzi». Ganze elf Opern sollten so auf dem JubilĂ€ums-Spielplan stehen.Â
Doch fĂŒr diese ambitionierten PlĂ€ne fehlte das Geld. In einer bemerkenswerten Mitteilung gaben die Bayreuther Festspiele im Dezember bekannt, dass sie sich aus Geldmangel zu drastischen Einschnitten beim JubilĂ€umsprogramm gezwungen sehen.
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