BootsunglĂŒck in Italien: Toter Ex-Mossad-Mann ausgeflogen
31.05.2023 - 12:56:23Nach dem Kentern eines Bootes im Lago Maggiore ist der Leichnam eines ehemaligen israelischen Geheimdienstlers in dessen Heimat gebracht worden. Das gab das BĂŒro von MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu heute im Auftrag des Mossad bekannt.
Israels Auslandsgeheimdienst habe «einen lieben Freund verloren, einen engagierten und professionellen Mitarbeiter, der sein Leben jahrzehntelang, auch nach seiner Pensionierung, der Sicherheit des Staates Israel gewidmet hat», hieà es in der Mitteilung. Der Sarg sei am Morgen angekommen; Details zum Toten wurden nicht genannt.
Unwetter löst UnglĂŒck aus
Der Mann war am Pfingstsonntag zusammen mit drei anderen Passagieren gestorben, als ein fĂŒr eine Feier genutztes Hausboot mit mehr als 20 Leuten an Bord wĂ€hrend eines Unwetters mit starken Winden im norditalienischen Lago Maggiore unterging. Zwei Todesopfer waren bei einem italienischen Geheimdienst beschĂ€ftigt; zudem starb die Ehefrau des Skippers und Besitzers des Hausbootes. Die Staatsanwaltschaft von Busto Arsizio ermittelt nach dem UnglĂŒck.
Weil alle Passagiere den Erkenntnissen nach bei italienischen und israelischen Geheimdiensten beschĂ€ftigt sind oder waren, gibt es Spekulationen um den Grund fĂŒr das Zusammentreffen. Staatsanwalt Carlo Nocerino sagte der «Bild»-Zeitung, er gehe davon aus, «dass sie sich einfach auf einer Geburtstagsfeier getroffen haben».
Nach dem Unfall reisten alle Ăberlebenden schnell aus der Provinz Varese ab, wie Medien ĂŒbereinstimmend berichteten. Die Israelis wurden laut der Nachrichtenagentur Ansa mit einem Privatjet auĂer Landes gebracht, der normalerweise fĂŒr sensible und offizielle FlĂŒge benutzt wird.
Unterdessen versuchten die EinsatzkrÀfte heute weiter, das Boot zu bergen und an Land zu bringen. Nachdem Versuche zu Wochenbeginn gescheitert waren, erwÀgte die Feuerwehr offenbar den Einsatz eines Spezialkrans. Auf Videos war zu sehen, wie das Boot zwar mit Ballons aus rund 15 Metern Tiefe zum Teil an die OberflÀche geholt wurde. Danach gelang es zunÀchst aber nicht, das GefÀhrt ans Ufer zu ziehen.


