Mordprozess im Fall Valeriia im Januar 2025 in Chemnitz
09.12.2024 - 09:42:33Rund sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod der neunjĂ€hrigen Valeriia muss sich der TatverdĂ€chtige am Landgericht Chemnitz verantworten. FĂŒr den Prozess gegen den 37-JĂ€hrigen sind ab dem 17. Januar 2025 zunĂ€chst insgesamt vier Verhandlungstage terminiert. Dem Mann wird Mord an dem aus der Ukraine stammenden MĂ€dchen vorgeworfen, das mit seiner Mutter im mittelsĂ€chsischen Döbeln lebte. Er soll das Kind am Morgen des 3. Juni in einem WaldstĂŒck erstickt haben.Â
Die Staatsanwaltschaft geht laut Anklage von Rache als Motiv davon aus, weil Valeriias Mutter wenige Tage zuvor eine kurze Beziehung mit dem Mann beendete. Der Ex-Freund habe die Arg- und Wehrlosigkeit des MĂ€dchens ausgenutzt, das ihn gut kannte und ihm vertraute.
Kriminalfall sorgt bundesweit fĂŒr Entsetzen
Der Tod der NeunjĂ€hrigen erschĂŒtterte bundesweit viele Menschen. Valeriia und ihre Mutter suchten 2022 in Deutschland Zuflucht vor dem Krieg in ihrer Heimat. Am 3. Juni machte sich das MĂ€dchen wie immer morgens auf den Weg zur Schule, kam aber nicht im Unterricht an. Tagelang wurde mit groĂem Aufwand nach ihr gesucht und nach einer Woche ihre Leiche gefunden.
Mitte Juni dann nahmen Ermittler den beschuldigten Moldawier in einem Restaurant in der tschechischen Hauptstadt Prag fest. Nach ihm wurde zuvor per nationalem und europĂ€ischem Haftbefehl gesucht. Seit dem 10. Juli befindet er sich nach seiner Auslieferung nach Deutschland in Untersuchungshaft - und schweigt bisher zu den VorwĂŒrfen.







