Fall Valeriia: TatverdĂ€chtiger nach Deutschland ĂŒberstellt
10.07.2024 - 10:47:03Der TatverdĂ€chtige im Fall der getöteten neunjĂ€hrigen Valeriia aus dem sĂ€chsischen Döbeln ist nach Deutschland ĂŒberstellt worden. Tschechische Polizisten ĂŒbergaben den 36-JĂ€hrigen am Morgen am GrenzĂŒbergang in Petrovice ihren deutschen Kollegen.
Der Mann soll nun nach Chemnitz gebracht und dort einem Ermittlungsrichter vorgefĂŒhrt werden. «Dann wird ihm der Haftbefehl eröffnet und er kann sich zum Tatvorwurf Ă€uĂern», erklĂ€rte OberstaatsanwĂ€ltin Ingrid Burghart vorab. Der Moldawier steht im Verdacht, das neun Jahre alte MĂ€dchen Anfang Juni getötet zu haben. Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch gibt es den Ermittlern zufolge nicht.Â
Valeriia war am 3. Juni im mittelsÀchsischen Döbeln auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden. Ihre Leiche wurde nach mehr als einer Woche intensiver Suche im Unterholz eines Waldes entdeckt. Daraufhin war mit nationalem und europÀischem Haftbefehl nach dem 36-JÀhrigen gesucht worden. Bei dem Mann soll es sich Medienberichten zufolge um den Ex-Freund von Valeriias Mutter handeln. Tschechische Polizisten nahmen ihn am 14. Juni in einem Restaurant in Prag fest. Das genaue Motiv, warum das MÀdchen starb, ist bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft hat bisher keine Angabe gemacht, wie das MÀdchen ums Leben kam.
Valeriia war 2022 mit seiner Mutter vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflĂŒchtet und ging in Döbeln zur Grundschule. Sie ist mittlerweile in der alten Heimat Pawlohrad in der Ostukraine beerdigt worden.


