Welterbe-Entscheidung, Neuschwanstein

Welterbe-Entscheidung zu Neuschwanstein fÀllt in Sofia

31.07.2024 - 14:26:53 | dpa.de

Der MĂ€rchenkönig und sein MĂ€rchenschloss: Neuschwanstein ist das bekannteste VermĂ€chtnis von Ludwig II. - in einem Jahr sollen in Sofia die Unesco-Experten ĂŒber den Welterbe-Antrag entscheiden.

Neuschwanstein bei Schwangau im AllgĂ€u gehört zu den berĂŒhmtesten Schlössern der Welt. Mitte 2025 wird die Unesco in Bulgarien entscheiden, ob es Welterbe wird. (Archiv) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Neuschwanstein bei Schwangau im AllgĂ€u gehört zu den berĂŒhmtesten Schlössern der Welt. Mitte 2025 wird die Unesco in Bulgarien entscheiden, ob es Welterbe wird. (Archiv) - Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Das Welterbekomitee wird im kommenden Juli in Sofia ĂŒber die Aufnahme von Neuschwanstein und weiteren bayerischen Königsschlössern in die Welterbeliste entscheiden. Die Deutsche Unesco-Kommission berichtete, dass das Welterbekomitee zum Abschluss der diesjĂ€hrigen Sitzung mitgeteilt habe, das nĂ€chste Treffen finde vom 6. bis 16. Juli 2025 in der Hauptstadt Bulgariens statt.

Deutschland hatte bereits vor einiger Zeit fĂŒr 2025 den bayerischen Vorschlag «Gebaute TrĂ€ume» dem Unesco-Gremium als neues Weltkulturerbe vorgeschlagen. Es geht um die Schlösser von Bayern-König Ludwig II. 

Neben dem weltberĂŒhmten MĂ€rchenschloss Neuschwanstein bei Schwangau im AllgĂ€u sind auch die oberbayerischen Schlösser Linderhof, Herrenchiemsee und das Königshaus am Schachen nominiert. Zum Stichtag Anfang Februar 2024 war der Antrag bei der UN-Organisation in Paris von der Bundesrepublik eingereicht worden.

Unesco-Nominierung der Ludwig-II.-Schlösser wurde lange vorbereitet

Im Freistaat war die Bewerbung mehr als ein Vierteljahrhundert vorbereitet worden, erste Überlegungen fĂŒr einen Welterbe-Antrag gab es bereits 1997. «Inmitten unberĂŒhrter Landschaften schuf der Monarch Kunstwelten, die ihre Besucherinnen und Besucher in vergangene Epochen und an weit entfernte Orte entfĂŒhren», schwĂ€rmt die Deutsche Unesco-Kommission ĂŒber die nominierten DenkmĂ€ler.

Bei der diesjĂ€hrigen Sitzung in Neu-Delhi war das Residenzensemble Schwerin zum Weltkulturerbe ernannt worden. Zudem war in Indien ein weiterer Vorschlag mit deutscher Beteiligung auf die prominente Liste gesetzt worden: Die sĂ€chsische Kleinstadt Herrnhut hat den Titel als Teil der Siedlungen der «Herrnhuter BrĂŒdergemeine» ebenfalls erhalten.

Laut der Kommission stehen nunmehr insgesamt 1.223 Kultur- und NaturstÀtten in 168 LÀndern auf der Welterbeliste. Deutschland ist mit 54 WelterbestÀtten vertreten.

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