Deutschland, Gesellschaft

DRK-PrÀsident: Ehrenamtliche haben mehr Anerkennung verdient

04.12.2025 - 06:00:13 | dpa.de

Der neue PrĂ€sident des DRK sieht im Ehrenamt eine StĂŒtze der Gesellschaft. Warum er gleiche Rechte fĂŒr alle Freiwilligen und mehr Anerkennung fordert.

Der neue DRK-PrĂ€sident Hermann Gröhe setzt sich fĂŒr eine StĂ€rkung des Ehrenamts ein. (Archivbild) - Foto: Christoph Soeder/dpa

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) spricht sich fĂŒr eine Aufwertung des Ehrenamts in Deutschland aus. Ehrenamtliche hĂ€tten bessere Rahmenbedingungen und spĂŒrbare Anerkennung verdient, sagte der neue DRK-PrĂ€sident Hermann Gröhe zum internationalen Tag des Ehrenamts an diesem Freitag. «Dazu zĂ€hlt, dass die Ehrenamtlichen fĂŒr ihre Arbeit gut ausgestattet werden und sie nicht in heruntergekommenen RĂ€umen arbeiten mĂŒssen.»

Das Ehrenamt sei unverzichtbar fĂŒr die Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie, sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur. «Ohne Ehrenamt gĂ€be es viele gesellschaftlich wichtige Angebote nicht. Im Bevölkerungsschutz werden sogar 90 Prozent der EinsĂ€tze von Ehrenamtlichen geleistet.»

Wie viele Ehrenamtliche gibt es?

Laut Zahlen der Bundesregierung gab es 2024 bundesweit rund 27 Millionen Menschen in einem Ehrenamt. BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hatte erst am Montag 20 von ihnen ausgezeichnet und die Freiwilligen gelobt, sie wĂŒrden die Welt jeden Tag mit ihrem Handeln ganz konkret verĂ€ndern. «Sie alle sind ein Bollwerk gegen die GleichgĂŒltigkeit», sagte Steinmeier in einer Rede.

Forderung nach Gleichstellung

Allein im DRK engagieren sich Gröhe zufolge mehr als 457.000 Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Er forderte bundesweit gleiche Rechte fĂŒr ehrenamtliche EinsatzkrĂ€fte. «Noch immer sind Helfende des DRK und der anderen anerkannten Hilfsorganisationen bei EinsĂ€tzen und Ausbildung nicht bundesweit mit THW und Feuerwehr gleichgestellt», sagte er. «Dieser nicht akzeptable Missstand muss endlich beendet werden.»

Einige BundeslĂ€nder wie ThĂŒringen, Hessen und Schleswig-Holstein gingen bereits mit gutem Beispiel voran und zeigten, «wie gelebte WertschĂ€tzung aussehen kann», sagte Gröhe (CDU), der im FrĂŒhjahr aus dem Bundestag ausgeschieden war und seit Samstag neuer DRK-PrĂ€sident ist. 

Die Gleichstellung der Helfer ist seit Jahren eine Forderung von Hilfsorganisationen. Anders als bei Ehrenamtlern, die fĂŒr die Feuerwehr oder das Technische Hilfswerk (THW) tĂ€tig sind, sind bei anderen zum Beispiel Lohnfortzahlungen und Freistellung am Arbeitsplatz nicht einheitlich geregelt.

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