Warmer Oktober dank zweiter MonatshÀlfte
30.10.2024 - 13:49:12Regen und Nebel, aber auch Sonne und kaum Frost: Der Herbstmonat Oktober war nasser und wĂ€rmer als ĂŒblich. Der Temperaturmittelwert lag bei elf Grad, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach (DWD) mitteilte. Im Vergleich der international gĂŒltigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 habe er somit zwei Grad ĂŒber dem Schnitt gelegen. Zu dem insgesamt zu warmen Oktober fĂŒhrte die «viel zu milde zweite MonatshĂ€lfte», nachdem es im Mittel zunĂ€chst etwas zu kĂŒhl war, wie der DWD nach einer ersten Auswertung seiner rund 2000 Messstationen meldete.
Nach einer regnerischen ersten und einer trockeneren zweiten MonatshĂ€lfte gab es am Schluss im Schnitt 61 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das waren fĂŒnf Liter mehr als in der Referenzperiode bis 1990, aber zwei Liter weniger als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020.Â
Zwei unterschiedliche MonatshÀlften
In der ersten MonatshĂ€lfte gab es den Meteorologen zufolge von Altweibersommer keine Spur. In der zweiten HĂ€lfte habe sich die Witterung aber maĂgeblich geĂ€ndert. «Vor allem die NordosthĂ€lfte profitierte davon mit ĂŒberdurchschnittlich viel Sonnenschein, wĂ€hrend sich in der SĂŒdwesthĂ€lfte, durch die NĂ€he zu Tiefdruckgebieten ĂŒber West- und SĂŒdwesteuropa, feuchtere Luft halten konnte und Wolken sowie Hochnebel es der Sonne teilweise schwer machten», heiĂt es in der Monatsbilanz des DWD.
Insgesamt 100 Sonnenstunden habe es im Mittel gegeben, rund acht Prozent weniger als in der Referenzperiode, teilte der DWD mit. «Wie im Herbst ĂŒblich haben bei Nebel und Hochnebel oftmals FlusstĂ€ler das Nachsehen, da es die Sonne schwerer hat, die Nebelfelder dort aufzulösen.» Hiervon sei vor allem der SĂŒdwesten des Landes betroffen gewesen.
Wolken verhindern AuskĂŒhlung
Die höchste Temperatur sei am 17. Oktober in Kiefersfelden-Gach in Bayern mit 25,6 Grad gemessen worden, die niedrigste zwei Tage zuvor im StÀdtchen Oberharz am Brocken in Sachsen-Anhalt: Im Ortsteil Stiege wurden in der Nacht zum 15. Oktober minus 3,3 Grad gemessen.
Insgesamt seien im Oktober aber die vielen NĂ€chte mit zweistelligen Tiefstwerten aufgefallen. DafĂŒr verantwortlich seien neben den Wolken, die eine AuskĂŒhlung verhinderten, auch warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum gewesen.


