Europaweite Razzia gegen DrogenkriminalitÀt: Elf Haftbefehle
27.03.2025 - 10:45:42Bei einem europaweiten Einsatz gegen die organisierte DrogenkriminalitĂ€t haben EinsatzkrĂ€fte seit Donnerstagmorgen Wohn- und Gewerbeobjekte in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Polen und Spanien durchsucht. Elf Haftbefehle gegen Beschuldigte seien vollstreckt worden, teilten die Zentral- und Ansprechstelle fĂŒr die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) und die Bonner Polizei mit. Eine weitere Person wurde vorlĂ€ufig festgenommen.
An den Durchsuchungen seien mehrere hundert EinsatzkrĂ€fte von Polizei und Staatsanwaltschaft beteiligt gewesen. Insgesamt seien 32 Objekte durchsucht worden, davon allein 25 in Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher der Polizei Bonn. Die MaĂnahmen und Ermittlungen dauerten am spĂ€ten Vormittag noch an. Der Schwerpunkt liege im Raum Köln/Bonn.Â
Beweismittel wurden gesichert
Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des bandenmĂ€Ăigen Handels mit BetĂ€ubungsmitteln «in nicht geringer Menge». Ziel der MaĂnahmen sei es zudem, Beweismittel und Vermögenswerte zu sichern. Unter anderem seien Kommunikationsmittel gesichert worden, sagte der Polizeisprecher.
Einsatzorte waren den Angaben zufolge unter anderem Aachen, Bonn, der Kreis Euskirchen, Köln, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis. Zwei Durchsuchungen gab es laut Polizei in Rheinland-Pfalz, eine weitere in Baden-WĂŒrttemberg sowie sieben EinsĂ€tze im Ausland.Â
Mehr Einzelheiten zu dem Schlag gegen organisierte KriminalitĂ€t wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in einer Pressekonferenz in Bonn bekanntgeben.Â
«Kein Versteck ist sicher»
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nannte den europaweiten Schlag gegen Drogenkriminelle einen gelungenen Schachzug im Kampf gegen die organisierte KriminalitĂ€t. «Kein Versteck ist sicher, keine Grenze schĂŒtzt vor Strafverfolgung», sagte er. Die internationalen Ermittlungsbehörden arbeiteten hervorragend zusammen. Der Fall zeige aber auch: Besonders der illegale Handel mit Cannabis scheine ein Jahr nach der Teillegalisierung nicht ansatzweise eingedĂ€mmt, sondern weiter auf dem Vormarsch zu sein. «Das muss uns alarmieren», sagte Reul.


