Hamburg, Schleswig-Holstein

SÀbelschnÀbler im Wattenmeer nun mit GPS-Rucksack

23.06.2023 - 14:49:40

Der SĂ€belschnĂ€bler lebt im Wattenmeer. Aber viele Exemplare des schwarz-weißen Vogels sind es nicht mehr. Warum das so ist, soll ein GPS-Sender-Projekt klĂ€ren.

  • Ein SĂ€belschnĂ€bler trĂ€gt einen maximal neun Gramm schweren GPS-Datenlogger auf seinem RĂŒcken. - Foto: Henriette Schwemmer/LKN.SH/dpa

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  • Ein SĂ€belschnĂ€bler und zwei KĂŒken laufen am Strand des Wattenmeeres in Schleswig-Holstein. Inzwischen brĂŒten nur noch weniger als 5000 - Foto: Christian Wiedemann/LKN.SH/dpa

    Christian Wiedemann/LKN.SH/dpa

Ein SĂ€belschnĂ€bler trĂ€gt einen maximal neun Gramm schweren GPS-Datenlogger auf seinem RĂŒcken. - Foto: Henriette Schwemmer/LKN.SH/dpaEin SĂ€belschnĂ€bler und zwei KĂŒken laufen am Strand des Wattenmeeres in Schleswig-Holstein. Inzwischen brĂŒten nur noch weniger als 5000 - Foto: Christian Wiedemann/LKN.SH/dpa

Um herauszubekommen, warum immer weniger SĂ€belschnĂ€bler im Wattenmeer brĂŒten, sind 45 der schwarz-weißen Vögel mit einem GPS-Sender ausgestattet worden. Diese «RucksĂ€cke» tragen die Tiere unter anderem auf Hallig Oland nun bei sich und senden hiermit permanent ihren Aufenthaltsort, wie der Landesbetrieb fĂŒr KĂŒstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein am Freitag in Tönning mitteilte. Per Mobilfunknetz werden die Daten weitergeleitet.

Fans der Wattenmeervögel mit dem auffÀlligen, leicht nach oben gebogenen Schnabel können damit immer nachvollziehen, wo die Tiere zuletzt waren. Der Link zu den GPS-Daten der Vögel ist auf der Internetseite des Nationalparks Wattenmeer Schleswig-Holstein zu finden.

Mit federleichten RucksÀcken

Die Vögel waren 2022 vom Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ) der Uni Kiel in BĂŒsum mit den maximal neun Gramm leichten «RucksĂ€cken» ausgestattet worden. Das Team des Projekts «Unser Wattenmeervogel» will mit den gesammelten Daten herausfinden, warum die Zahl der SĂ€belschnĂ€bler seit Beginn der standardisierten Brutbestandserfassung der Nationalparkverwaltung Anfang der 1990er Jahre zurĂŒckgeht. «Wir zĂ€hlen immer weniger SĂ€belschnĂ€bler - deshalb ist es umso wichtiger zu wissen, was sie brauchen, wo sie sich aufhalten und wie wir helfen können», sagte Kai Eskildsen vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer laut Mitteilung. Auf diese Weise könnten die Tiere kĂŒnftig besser geschĂŒtzt werden.

Zu den Tieren mit Sendern gehört auch das SĂ€belschnĂ€blerpaar Levia und Gravius, das vor wenigen Wochen flauschigen Nachwuchs bekommen hat. Deren FlĂŒge und AusflĂŒge in die Region können nun ebenso verfolgt werden wie ihre spĂ€teren FlĂŒge in den SĂŒden sowie hoffentlich auch die RĂŒckkehr ins Wattenmeer.

SĂ€belschnĂ€bler können bis zu 45 Zentimeter groß werden und wirken elegant. Auf der Suche nach Nahrung ziehen sie ihren nach oben gebogenen langen Schnabel durchs flache Wasser. Deshalb brauchen sie Priele oder auch Restwasserbereiche bei Niedrigwasser auf WattflĂ€chen. Inzwischen brĂŒten den Angaben zufolge nur noch weniger als 5000 Paare im gesamten Wattenmeer. Der Hauptgrund fĂŒr die BestandsrĂŒckgĂ€nge seien Fuchs und Co.

@ dpa.de