Mord, Illerkirchberg

Illerkirchberg: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

27.06.2023 - 10:30:25 | dpa.de

Der tödliche Messerangriff von Illerkirchberg sorgt bundesweit fĂŒr Aufmerksamkeit. Seit Anfang Juni verhandelt das Ulmer Landgericht den Fall.

Der Angeklagte wird in Hand- und Fußschellen in den Gerichtssaal gefĂŒhrt. - Foto: Felix KĂ€stle/dpa

FĂŒr den blutigen Messerangriff von Illerkirchberg hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Ulm eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes und versuchten Mordes mit gefĂ€hrlicher Körperverletzung gefordert. Zudem beantragte die Anklagebehörde am Dienstag fĂŒr den Angriff auf zwei SchulmĂ€dchen die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit ist in der Regel eine vorzeitige Entlassung aus dem GefĂ€ngnis nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

Angeklagt ist ein 27-JĂ€hriger, der als Asylbewerber aus Eritrea nach Deutschland gekommen war. Er soll im Dezember die zwei MĂ€dchen im Alter von 13 und 14 Jahren auf ihrem Schulweg mit einem Messer angegriffen haben. Die 13-JĂ€hrige konnte fliehen, ihre 14 Jahre alte Freundin starb im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Die beiden Nebenklagevertreter schlossen sich unter TrÀnen der Forderung der Staatsanwaltschaft an. Das PlÀdoyer der Verteidigung stand noch aus. Ein Urteil könnte in der kommenden Woche fallen.

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