Unwetterwarnung im Nordosten â Flughafen BER weiter dicht
06.02.2026 - 09:17:22Im Nordosten Deutschlands gelten weiter Unwetterwarnungen vor gefrierendem Regen und Glatteis. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gebietsweise vor gefĂ€hrlichen VerkehrsverhĂ€ltnissen durch ĂŒberfrierenden Regen und Eisansatz. Weiter sĂŒdlich gebe es Glatteis. Am Berliner Flughafen BER konnten wegen Blitzeises auch am Freitagmorgen keine Maschinen starten oder landen.
BER bleibt weiter geschlossen
«Aufgrund von Blitzeis und anhaltendem Eisregen sind aktuell keine Starts und Landungen am BER möglich», teilte eine Sprecherin des Flughafens am Morgen mit. Der Winterdienst der Flughafengesellschaft habe die FlugbetriebsflĂ€chen die gesamte Nacht ĂŒber mit Enteisungsmittel behandelt, aber ohne Erfolg, sie seien spiegelglatt. Aufgrund von Blitzeis waren bereits am Vorabend keine Starts und Landungen möglich. Wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne, sei aktuell unklar.Â
Die Auswirkungen waren auch am Frankfurter Flughafen zu spĂŒren: Eine Maschine mit Ziel Berlin sei nach Frankfurt umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin. Demnach seien sechs FlĂŒge aus Frankfurt nach Berlin annulliert worden.
EinschrĂ€nkungen, UnfĂ€lle und SchulschlieĂungen im Nordosten
Auch andernorts sorgt die GlĂ€tte fĂŒr EinschrĂ€nkungen: In Mecklenburg-Vorpommern gelten Unwetterwarnungen unter anderem fĂŒr die Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-RĂŒgen und den Kreis Rostock. In Neubrandenburg wurde der Stadtbusverkehr vorerst vollstĂ€ndig eingestellt. In Niedersachsen fĂ€llt im Landkreis Diepholz wegen eisglatter StraĂen erneut der Schulunterricht aus, teils wurde Distanzunterricht angeordnet.
Auf der eisglatten Autobahn 10 bei Potsdam war es am Donnerstag zu einer Reihe von UnfÀllen gekommen. Dabei wurden der Polizei zufolge 19 Menschen verletzt. Drei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Es gab auch Behinderungen im Bahnverkehr zwischen Hannover und Berlin.
Meteorologen rechnen mit Entspannung der GlatteislageÂ
Am Freitag soll sich die Glatteislage dem jĂŒngsten Warnlagebericht zufolge zumindest etwas entspannen. Am Rande eines Hochs ĂŒber Skandinavien werde mit östlicher Strömung kalte Festlandsluft in den Norden und Osten gesteuert. Dagegen lenkten atlantische TiefauslĂ€ufer mildere Meeresluft in den SĂŒden und Westen. Nur im Nordosten gebe es gebietsweise leichten Dauerfrost.Â
Der Wetterdienst rechnet vor allem im SĂŒdosten ĂŒber der Landesmitte und bis in den Nordosten mit Nebel und regional Sichtweiten unter 100 Metern. Die Sicht bessert sich laut Vorhersage im Tagesverlauf nur langsam. Zum Wochenende können sich laut DWD mildere Luftmassen bis in den Nordosten ausbreiten.Â
«Das Wochenende prĂ€sentiert sich insbesondere im SĂŒdwesten und Westen schon fast von seiner vorfrĂŒhlingshaften Seite», schreibt Meteorologin Tanja Egerer vom DWD. Entlang des Rheins sollen die Höchsttemperaturen um die 10 Grad erreichen.

























