Einwohner können nach Vulkanausbruch nach GrindavĂk zurĂŒck
21.12.2023 - 12:03:09Es ist eine Weihnachtszeit der Ungewissheit fĂŒr die Menschen im islĂ€ndischen GrindavĂk: Wenige Tage nach dem Vulkanausbruch auf der sĂŒdwestislĂ€ndischen Reykjanes-Halbinsel können die Einwohner des kleinen Ortes doch wieder tagsĂŒber zurĂŒck in ihre HĂ€user.
Nachdem die Polizei den Aufenthalt in dem gerĂ€umten 4000-Einwohner-Ort zunĂ€chst untersagt hatte, wurde die RĂŒckkehr aufgrund einer geĂ€nderten Risikobewertung ab Donnerstag zwischen 7.00 und 16.00 Uhr wieder erlaubt.
Es gelte dagegen nicht als sicher, auch nachts dort zu bleiben, teilte die Polizei der Region auf Facebook mit. Auch Kinder sollten nicht mitgebracht werden. In den Morgenstunden fuhren erste Autos zurĂŒck in den Ort, wie der islĂ€ndische Rundfunksender RĂV berichtete.
Glutrote Lava
In der NĂ€he von GrindavĂk war es am spĂ€ten Montagabend zu einer heftigen vulkanischen Eruption gekommen - der vierten innerhalb von drei Jahren. ZunĂ€chst sprudelte glutrote Lava aus einer kilometerlangen Erdspalte, seitdem hat der Ausbruch an IntensitĂ€t abgenommen. Wie lange er anhĂ€lt, ist weiter unklar. Am Donnerstag war zunĂ€chst keine EruptionsaktivitĂ€t sichtbar - es sei jedoch zu frĂŒh, um die Eruption fĂŒr beendet zu erklĂ€ren, teilte das islĂ€ndische Wetteramt am Morgen mit.
Das Wetteramt hatte in einem Update am Mittwochabend erklĂ€rt, dass die Wahrscheinlichkeit einer neuen Eruption ohne Vorwarnung in der NĂ€he von GrindavĂk gesunken sei. Daher veröffentlichte die Behörde eine neue Gefahrenbewertungskarte, die zunĂ€chst bis zum 28. Dezember gilt. Das Gefahrenniveau im Gebiet rund um GrindavĂk sei aber weiter betrĂ€chtlich, hieĂ es in der Behördenmitteilung. Die IntensitĂ€t des Ausbruchs sei trotz der abgenommenen AktivitĂ€t weiter erheblich. Es habe sich auch gezeigt, dass Magma die ErdoberflĂ€che schnell erreichen könne, was kaum Zeit fĂŒr Warnungen lasse.
In der rund 40 Kilometer entfernten islĂ€ndischen Hauptstadt Reykjavik wurde wĂ€hrenddessen nach Wegen gesucht, die Bewohner von GrindavĂk fĂŒr lĂ€ngere Zeit unterzubringen. Dutzende Wohnungen wurden dafĂŒr gekauft, wie RĂV berichtete. Es sei klar, dass betrĂ€chtliche Unsicherheit ĂŒber das Leben in GrindavĂk bestehe, sagte MinisterprĂ€sidentin KatrĂn JakobsdĂłttir auf einer Pressekonferenz.


