Drogen, El Chapo

US-Behörde: Frau von «El Chapo» aus Haft entlassen

13.09.2023 - 21:44:07 | dpa.de

Die frĂŒhere Schönheitskönigin war Ende 2021 in den USA wegen ihrer Beteiligung am Drogen-Imperium ihres Mannes zu 36 Monaten Haft verurteilt worden. Jetzt ist sie vorzeitig aus dem GefĂ€ngnis entlassen worden.

Emma Coronel, die Frau von Joaquin «El Chapo» Guzman, verlÀsst das Bundesgericht in Brooklyn nach dem Prozessauftakt gegen ihren Mann (2018). - Foto: Mary Altaffer/AP/dpa

Die Ehefrau des frĂŒheren mexikanischen Drogenbosses JoaquĂ­n «El Chapo» GuzmĂĄn hat nach nur etwas mehr als der HĂ€lfte ihrer Haftstrafe in den USA das GefĂ€ngnis verlassen. Emma Coronel (34) sei entlassen worden, bestĂ€tigte eine Sprecherin der GefĂ€ngnisbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Demnach unterliegt sie noch vier Jahre lang BewĂ€hrungsauflagen. Die Behörde machte keine Angaben zum Aufenthaltsort Coronels. Sie befand sich zuletzt in einer Haftanstalt im kalifornischen Long Beach nahe Los Angeles. 

Die frĂŒhere Schönheitskönigin, die sowohl die amerikanische als auch die mexikanische StaatsbĂŒrgerschaft besitzt, war Ende 2021 wegen ihrer Beteiligung am Drogen-Imperium ihres Mannes zu 36 Monaten Haft verurteilt worden.

«El Chapo» hatte das mĂ€chtige Sinaloa-Kartell in Mexiko etwa 25 Jahre lang angefĂŒhrt. Inzwischen sitzt er in einem HochsicherheitsgefĂ€ngnis im Bundesstaat Colorado. Ein Gericht in New York hatte ihn 2019 zu lebenslanger Haft plus 30 Jahre verurteilt - Coronel war damals unter den Zuschauern im Gerichtssaal. Eine Jury befand den heute 66 Jahre alten GuzmĂĄn in einem der grĂ¶ĂŸten Drogenprozesse der amerikanischen Geschichte in allen zehn Anklagepunkten fĂŒr schuldig - darunter Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationale Verbreitung von Kokain und Heroin sowie GeldwĂ€sche und Schusswaffengebrauch.

Die Staatsanwaltschaft warf ihr in dem Verfahren im Jahr 2021 unter anderem vor, ihrem Mann 2015 bei der Flucht aus einem mexikanischen GefÀngnis geholfen zu haben. Sie soll demnach insgesamt von 2011 bis 2017 an den AktivitÀten des Sinaloa-Kartells beteiligt gewesen sein. ZusÀtzlich zu der Haftstrafe hatte ein Bundesrichter in Washington vier Jahre BewÀhrung und eine Geldstrafe in Höhe von knapp 1,5 Millionen Dollar (rund 1,36 Millionen Euro) festgelegt.

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