Santorini: Erdbebenserie dauert unvermindert an
06.02.2025 - 08:08:53Die Lage auf den von unzĂ€hligen Erdbeben heimgesuchten Inseln der Kykladen bleibt angespannt. In der Nacht wurden mehrere ErdstöĂe registriert, der stĂ€rkste nordöstlich von Santorini mit einer StĂ€rke von 5,2. Es war nach Angaben des Geodynamischen Instituts von Athen das bislang stĂ€rkste Erdbeben seit Beginn des PhĂ€nomens vor mehreren Wochen.Â
Dieses Beben war sogar auf allen Inseln der Kykladengruppe, auf Kreta sowie in den höheren Stockwerken der GebĂ€ude in Athen rund 230 Kilometer nordwestlich von Santorini zu spĂŒren. SchĂ€den wurden jedoch nicht gemeldet, wie die Behörden berichteten.
Kommt ein stĂ€rkeres Beben?Â
Nach wie vor rechnen die meisten Seismologen damit, dass noch ein gröĂeres Beben bevorstehe, dessen IntensitĂ€t bis zur StĂ€rke 6 gehen könnte. Erst dann könne gesagt werden, der gröĂte Teil der seismischen Energie in der Region sei entladen worden, hieĂ es. Andere Experten glauben, der sogenannte «Erdbebenschwarm» werde lange Zeit so weitergehen und langsam abflauen.Â
Einfluss der Beben auf die Vulkane unklar
Unklar bleibt nach wie vor, inwiefern diese Erdbebenserie die zwei Vulkane in der Region beeinflussen könnte. Neben dem spektakulĂ€ren Vulkankrater von Santorini liegt ein Ă€hnlich groĂer Vulkan unter der WasseroberflĂ€che auf dem Meeresboden im Nordosten von Santorini. Der unter dem Namen «Columbo» bekannte Vulkan hatte nach einer Eruption 1650 schwere SchĂ€den im östlichen Mittelmeer angerichtet.
Angst und Flucht: Tausende verlassen die Insel
Unterdessen steigt der Stress der Menschen auf Santorini. Kein Wunder, wenn die Erde seit Wochen ununterbrochen bebe, sagen Seismologen. SchĂ€tzungsweise sollen nach Informationen des griechischen Rundfunks rund zwei Drittel der Einwohner die Insel verlassen haben.Â
Es sind vor allem Familien mit Kindern sowie Arbeiter, die wĂ€hrend des Winters Hotels und Pensionen reparieren und sie auf die Tourismussaison vorbereiten, wie griechische Medien berichten. Die Zahl der Touristen, die sich auf den Inseln Santorini, Ios, Anafi und Amorgos aufhalten, blieb zunĂ€chst unklar. Im Winter besuchen diese Inseln Menschen, die entweder auf eigene Faust reisen oder dort ein Ferienhaus besitzen.Â
Behörden bleiben wachsam und warnen vor Tsunami-Gefahr
Die Behörden geben keine Entwarnung. Immer wieder wird den Menschen gesagt, was zu tun sei, wenn es zum befĂŒrchteten stĂ€rkeren Erdbeben und möglicherweise zu einem anschlieĂenden Tsunami kommen sollte. In erster Linie gilt: Ein Aufenthalt an den StrĂ€nden oder den HĂ€fen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Schulen in der Region bleiben geschlossen. Starke Einheiten des Zivildienstes, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und zusĂ€tzliche Ărzte sowie Krankenschwestern und Krankenpfleger sind auch auf Santorini eingetroffen, berichtete der griechische Rundfunk ERTnews.







