Santorini, Erdbebenserie

Santorini: Erdbebenserie dauert unvermindert an

06.02.2025 - 08:08:53

Die GerĂ€te der Seismologen zeigen wieder zahlreiche Erdbeben im Raum der beliebten Ferieninsel Santorini. Ein Ende der Erdstoßserie ist nicht in Sicht. Tausende haben die Insel bereits verlassen.

  • Rund zwei Drittel der Einwohner sollen die Insel verlassen haben.  - Foto: Socrates Baltagiannis/dpa

    Socrates Baltagiannis/dpa

  • Die Behörden geben keine Entwarnung. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

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  • Nach wie vor rechnen die meisten Seismologen damit, dass noch ein grĂ¶ĂŸeres Beben bevorstehe. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

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Rund zwei Drittel der Einwohner sollen die Insel verlassen haben.  - Foto: Socrates Baltagiannis/dpaDie Behörden geben keine Entwarnung. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpaNach wie vor rechnen die meisten Seismologen damit, dass noch ein grĂ¶ĂŸeres Beben bevorstehe. - Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

Die Lage auf den von unzĂ€hligen Erdbeben heimgesuchten Inseln der Kykladen bleibt angespannt. In der Nacht wurden mehrere ErdstĂ¶ĂŸe registriert, der stĂ€rkste nordöstlich von Santorini mit einer StĂ€rke von 5,2. Es war nach Angaben des Geodynamischen Instituts von Athen das bislang stĂ€rkste Erdbeben seit Beginn des PhĂ€nomens vor mehreren Wochen. 

Dieses Beben war sogar auf allen Inseln der Kykladengruppe, auf Kreta sowie in den höheren Stockwerken der GebĂ€ude in Athen rund 230 Kilometer nordwestlich von Santorini zu spĂŒren. SchĂ€den wurden jedoch nicht gemeldet, wie die Behörden berichteten.

Kommt ein stÀrkeres Beben? 

Nach wie vor rechnen die meisten Seismologen damit, dass noch ein grĂ¶ĂŸeres Beben bevorstehe, dessen IntensitĂ€t bis zur StĂ€rke 6 gehen könnte. Erst dann könne gesagt werden, der grĂ¶ĂŸte Teil der seismischen Energie in der Region sei entladen worden, hieß es. Andere Experten glauben, der sogenannte «Erdbebenschwarm» werde lange Zeit so weitergehen und langsam abflauen. 

Einfluss der Beben auf die Vulkane unklar

Unklar bleibt nach wie vor, inwiefern diese Erdbebenserie die zwei Vulkane in der Region beeinflussen könnte. Neben dem spektakulĂ€ren Vulkankrater von Santorini liegt ein Ă€hnlich großer Vulkan unter der WasseroberflĂ€che auf dem Meeresboden im Nordosten von Santorini. Der unter dem Namen «Columbo» bekannte Vulkan hatte nach einer Eruption 1650 schwere SchĂ€den im östlichen Mittelmeer angerichtet.

Angst und Flucht: Tausende verlassen die Insel

Unterdessen steigt der Stress der Menschen auf Santorini. Kein Wunder, wenn die Erde seit Wochen ununterbrochen bebe, sagen Seismologen. SchÀtzungsweise sollen nach Informationen des griechischen Rundfunks rund zwei Drittel der Einwohner die Insel verlassen haben. 

Es sind vor allem Familien mit Kindern sowie Arbeiter, die wÀhrend des Winters Hotels und Pensionen reparieren und sie auf die Tourismussaison vorbereiten, wie griechische Medien berichten. Die Zahl der Touristen, die sich auf den Inseln Santorini, Ios, Anafi und Amorgos aufhalten, blieb zunÀchst unklar. Im Winter besuchen diese Inseln Menschen, die entweder auf eigene Faust reisen oder dort ein Ferienhaus besitzen. 

Behörden bleiben wachsam und warnen vor Tsunami-Gefahr

Die Behörden geben keine Entwarnung. Immer wieder wird den Menschen gesagt, was zu tun sei, wenn es zum befĂŒrchteten stĂ€rkeren Erdbeben und möglicherweise zu einem anschließenden Tsunami kommen sollte. In erster Linie gilt: Ein Aufenthalt an den StrĂ€nden oder den HĂ€fen sollte auf jeden Fall vermieden werden. Schulen in der Region bleiben geschlossen. Starke Einheiten des Zivildienstes, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und zusĂ€tzliche Ärzte sowie Krankenschwestern und Krankenpfleger sind auch auf Santorini eingetroffen, berichtete der griechische Rundfunk ERTnews.

@ dpa.de