Vier Tote bei hohem Wellengang auf Teneriffa
08.12.2025 - 11:45:22 | dpa.de
Die Zahl der Todesopfer durch hohe Wellen auf der Ferieninsel Teneriffa hat sich Medienberichten zufolge auf vier erhöht. Eine Frau, die zunĂ€chst noch in ein Krankenhaus geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Am Sonntag hatten RettungskrĂ€fte drei Menschen nur noch tot bergen können, die von gewaltigen Wellen ins Meer gerissen worden waren. Nach einer fĂŒnften Person, bei der es sich um eine Frau handele, werde weiter gesucht. Die Menschen waren in einem Naturschwimmbecken im Westen der spanischen Urlauberinsel von den hohen Wellen ĂŒberrascht worden. Die Wellen stiegen den Angaben nach in das durch eine Steinmauer vom offenen Meer getrennte Schwimmareal ein und brandeten gegen umliegende Felsen. AnschlieĂend habe der Sog des ins Meer zurĂŒckströmenden Wassers Menschen mitgerissen.Â
Bei zwei der bestĂ€tigten Todesopfer handelte es sich um Slowaken, wie die staatliche slowakische Nachrichtenagentur TASR unter Berufung auf Angaben des AuĂenministeriums in Bratislava meldete. Eine weitere Person mit slowakischer StaatsbĂŒrgerschaft sei verletzt worden. Zur Herkunft der anderen beiden Todesopfer des UnglĂŒcks bei Los Gigantes in der Region Santiago del Teide gab es zunĂ€chst keine offiziellen Angaben.Â
ZunÀchst gerettete Frau starb spÀter
Bei der vierten Toten handele es sich um eine Frau, die am Sonntag nach einem Herzstillstand zunĂ€chst wiederbelebt werden konnte und in ein Krankenhaus geflogen worden war.Â
Warnung vor hohem Wellengang lag seit Tagen vor
Die Behörden hatten seit Freitag vor hohem Wellengang an den KĂŒsten mehrerer Inseln gewarnt. Das Naturschwimmbad war nach Medienberichten abgesperrt. Die Gefahr wird jedoch leicht unterschĂ€tzt, weil hohe Wellen auch bei ruhigem, windstillem Wetter auftreten können. Sie bauen sich durch weit entfernte StĂŒrme im Atlantik auf und krachen dann ungebremst auf die steil aus dem Meer aufsteigenden Kanarischen Inseln, die vulkanischen Ursprungs sind.
Erst am 8. November hatten mehrere Riesenwellen auf Teneriffa zahlreiche Menschen ins Meer gespĂŒlt - darunter auch viele Touristen vor allem aus Frankreich. Bei verschiedenen ZwischenfĂ€llen an den KĂŒsten kamen damals drei Menschen ums Leben. Insgesamt 15 wurden verletzt. Die KĂŒsten der Kanaren gelten als gefĂ€hrlich. Insgesamt wurden auf allen Kanaren-Inseln seit Januar Medienberichten zufolge etwa 60 Ertrunkene gezĂ€hlt.
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