Waldbrand auf Teneriffa erfasst bereits 11.600 Hektar
20.08.2023 - 18:33:18Der Waldbrand auf der bei Urlaubern beliebten Kanaren-Insel Teneriffa ist nach fĂŒnf Tagen weiterhin auĂer Kontrolle. Die Flammen haben bisher circa 11.600 Hektar Natur erfasst, wie der kanarische Notdienst am spĂ€ten Sonntagnachmittag mitteilte. Das entspricht der FlĂ€che von gut 16.000 FuĂballfeldern.
Zuvor hatte der kanarische Regierungschef Fernando Clavijo erklĂ€rt, die SĂŒdfront des Feuers sei inzwischen «sehr stabil». Das sei eine gute Nachricht. Sorgen bereite die nördliche BrandflĂ€che.
Auch die Feuerwehr zog eine Bilanz: «Die Nacht ist viel besser verlaufen als erwartet - und hat eine gewisse NormalitĂ€t und Ruhe zurĂŒckgebracht», hieĂ es auf der Plattform X, vormals Twitter.
Die Zahl der Menschen, die bisher wegen des Feuers im Norden und Nordosten der Insel ihre HÀuser verlassen mussten, liegt nach BehördenschÀtzung bei mehr als 12.000. Diese SchÀtzung basiere auf die Einwohnerzahlen der elf betroffenen Gemeinden. ZunÀchst hatte eine Behördensprecherin am Samstag sogar von rund 26.000 Evakuierten gesprochen. Diese Zahl wurde spÀter deutlich nach unten korrigiert. Verletzte oder zerstörte HÀuser wurden vorerst nicht gemeldet.
Die Ursache des am spÀten Dienstagabend nahe der Gemeinde Arafo ausgebrochenen Brandes war weiter unklar. Die Flammen wurden auch in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des kanarischen Notdienstes von mehr als 340 EinsatzkrÀften bekÀmpft.
MinisterprÀsident besucht Teneriffa
Der spanische Innenminister MinisterprĂ€sident Fernando Grande-Marlaska sagte am Samstag zum Abschluss seines Besuches auf Teneriffa: «Wir können uns einigermaĂen sicher fĂŒhlen und können hoffen, dass wir das Feuer in den nĂ€chsten Tagen unter Kontrolle bekommen, wenn das Wetter mitspielt.» MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez kĂŒndigte fĂŒr Montag einen Besuch der Insel an.
Nach Angaben des kanarischen Regierungschefs handelt es sich um einen der schwersten BrÀnde auf Teneriffa in den vergangenen 40 Jahren. Die Löscharbeiten wurden laut amtlichen Angaben von Anfang an wegen des schwer zugÀnglichen GelÀndes, der widrigen Wetterbedingungen und der starken Rauchentwicklung erschwert. In den touristischen Gebieten der Insel herrschte nach amtlichen Angaben weiterhin NormalitÀt.


