Entspannung in Hochwasser-Gebieten in Bayern und Ăsterreich
29.08.2023 - 18:04:14Die Wetterlage in Bayern und Ăsterreich entspannt sich. Zwar standen unter anderem in Passau noch StraĂen unter Wasser, vielerorts sanken die WasserstĂ€nde aber bereits.
Im SĂŒden Bayerns ging das AufrĂ€umen in den von Hagel schwer getroffenen Gebieten unterdessen weiter. TennisballgroĂe Hagelkörner hatten am Wochenende Fenster zerschlagen, DĂ€cher und Autos wurden teils komplett zerstört. Bayerns MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) besuchte die Region am Dienstag - und kĂŒndigte Hilfe an.
«Wir lassen niemanden allein», sagte Söder in Benediktbeuern, wo er sich ein Bild von den Zerstörungen machte. Die SchÀden belaufen sich nach ersten SchÀtzungen der Versicherungskammer Bayern auf einen mittleren bis höheren zweistelligen Millionenbetrag. Es sei ein «schlimmes Ereignis», sagte der MinisterprÀsident.
SchÀden an den DÀchern
Das Kabinett habe beschlossen, dass Hagel-Ereignisse in die Nothilfeprogramme aufgenommen werden. «So können bei existenzbedrohenden SchĂ€den staatliche Hilfen genutzt werden. AuĂerdem erweitern wir das Förderprogramm zur Wiederherstellung von kommunaler Infrastruktur», sagte Söder. Er besuchte anschlieĂend das ebenfalls massiv betroffene Bad Bayersoien. Rund 370 von rund 400 HĂ€usern des Ortes haben laut BĂŒrgermeisterin Gisela Kieweg SchĂ€den an den DĂ€chern. Manche DĂ€cher seien komplett zerstört.
Der Hochwassernachrichtendienst (HND) erwartete am Dienstag noch Dauerregen und Ausuferungen an der Donau und an den FlĂŒssen sĂŒdlich davon. Streckenweise sei dabei die Warnstufe 3 zu erwarten, sagte ein Sprecher des HND. Die höchste Warnstufe 4 vermutlich jedoch nicht.
In Passau ĂŒberschritten die Pegel der Donau am Dienstag Meldestufe 3, der Anstieg habe sich bis zum Morgen aber abgeflacht. Donau und Inn ĂŒberschwemmten StraĂen, Wiesen und einen Spielplatz. Anwohner schĂŒtzten ihre HĂ€user mit SandsĂ€cken.
Entspannung auch in Ăsterreich
Nicht nur im SĂŒden Deutschlands, auch in Ăsterreich entspannte sich die Hochwasserlage. Behördenangaben zufolge sanken viele PegelstĂ€nde, auch der Regen hörte auf. Die Zivilschutzwarnungen fĂŒr zwei Regionen in Tirol wurden aufgehoben. Fast alle Gemeinden im Ătztal waren per Auto wieder erreichbar, allerdings noch nicht der Hauptort Sölden am Ende des Tals. Verletzt worden war bei dem Hochwasser niemand. Teils hatten die Pegel einen Stand wie seit Jahrzehnten nicht mehr, Felder wurden ĂŒberschwemmt, im Zillertal fĂŒhrte der Ziller gewaltige Wassermassen.
Trotz der leichten Entspannung warnte der Deutsche Wetterdienst im SĂŒden und Westen Bayerns weiter vor Dauerregen. In AlpennĂ€he wurden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter erwartet. Auch am Mittwoch soll es demnach vereinzelt noch zu Schauern und Gewittern kommen. Ab Donnerstag und Freitag soll es wieder sonnig und wĂ€rmer werden - und die Hochwassergefahr damit weiter zurĂŒckgehen.


