Rhodos, WaldbrÀnde

SĂŒdeuropa: Viele BrĂ€nde unter Kontrolle

28.07.2023 - 16:21:19

Die meisten BrĂ€nde in Italien, Griechenland und der TĂŒrkei sind derzeit unter Kontrolle, doch Entwarnung gibt es nicht. Der Papst appelliert fĂŒr «mutige Anstrengungen» beim Klimaschutz.

  • Feuerwehrleute und Freiwillige versuchen, einen Brand bei Nea Anchialos zu löschen. - Foto: Tatiana Bolari/Eurokinissi/AP/dpa

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  • Ein vom Feuer zerstörtes Auto auf einer Landstraße auf Sizilien. - Foto: Alberto Lo Bianco/LaPresse via ZUMA Press/dpa

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Feuerwehrleute und Freiwillige versuchen, einen Brand bei Nea Anchialos zu löschen. - Foto: Tatiana Bolari/Eurokinissi/AP/dpaEin vom Feuer zerstörtes Auto auf einer Landstraße auf Sizilien. - Foto: Alberto Lo Bianco/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Die großen BrĂ€nde in Griechenland sind am Freitag nach insgesamt zehn Tagen vorerst unter Kontrolle gebracht oder gelöscht worden. Der zustĂ€ndige Minister allerdings trat zurĂŒck. In Italiens SĂŒden lodern immer noch Wald- und FlĂ€chenbrĂ€nde, unter anderem auf Sizilien und in Apulien. Auch die TĂŒrkei war von Feuer betroffen: Der Großbrand in der NĂ€he der KĂŒstenstadt Antalya konnte jedoch am Freitag nach vier Tagen unter Kontrolle gebracht werden. Angesichts der Hitze in SĂŒdeuropa, der vielen BrĂ€nde und auch Unwetter, Ă€ußerte sich Papst Franziskus zum Thema Klimawandel.

Die Wetterereignisse machten deutlich, dass «es notwendig ist, mutige und weitsichtige Anstrengungen zu unternehmen, um der Herausforderung des Klimawandels zu begegnen», hieß es in einem Telegramm des Oberhauptes der katholischen Kirche an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Griechenland und Italien. Er sei zutiefst besorgt ĂŒber die Bedrohung von Menschenleben sowie die SchĂ€den, die die BrĂ€nde in Griechenland und Italien entstehen ließen und bete fĂŒr alle Rettungs- und EinsatzkrĂ€fte, hieß es.

Der griechische BĂŒrgerschutzminister war im Urlaub

In Griechenland zog BĂŒrgerschutzminister Notis Mitarakis die Konsequenzen aus den schweren BrĂ€nden in verschiedenen Teilen des Landes und reichte seinen RĂŒcktritt ein. Zuvor war es der griechischen Feuerwehr teils bis zu zehn Tage lang nicht gelungen, die zahlreichen Wald- und BuschbrĂ€nde im Land zu löschen - unter anderem auf der stark betroffenen Insel Rhodos, wo vergangenes Wochenende rund 19.000 Touristen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden mussten. Hinzu kam, dass Mitarakis sich wĂ€hrend der schweren BrĂ€nde im Urlaub auf einer griechischen Insel befand, wie die Zeitung «Kathimerini» berichtete.

Ein dramatischer Höhepunkt der BrĂ€nde in Griechenland war am Donnerstag der Brand im mittelgriechischen Nea Anchialos, der zu Explosionen in einem Munitionslager fĂŒhrte. Ein Radius von drei Kilometern musste evakuiert werden, bevor der Brand am Abend gelöscht werden konnte.

Viele BrĂ€nde im SĂŒden Italiens

Im SĂŒden Italiens lodern die Wald- und FlĂ€chenbrĂ€nde derweil weiter. Neben der großen Mittelmeerinsel Sizilien ist erneut die Adria-Region Apulien betroffen. In der Provinz Lecce im Salento im SĂŒden der Region erreichte ein Brand am Donnerstagabend einige HĂ€user und nĂ€herte sich bedrohlich der KĂŒste. Zwischenzeitlich mussten Ferienwohnungen evakuiert werden und in den sozialen Medien kursierten Videos, wie Menschen vom Strand der Gemeinde Ugento vor den sich nĂ€hernden Flammen flohen. Der Brand sei aber nun unter Kontrolle in ihren UnterkĂŒnften, hieß es bei der Feuerwehr.

Hitzewelle in der TĂŒrkei

Ein Waldbrand in einem lĂ€ndlichen Gebiet nahe der tĂŒrkischen KĂŒstenstadt Antalya konnte nach vier Tagen ebenfalls unter Kontrolle gebracht werden. Das Feuer habe eine FlĂ€che von rund 300 Hektar zerstört, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitag mit. Mehr als 20 Löschflugzeuge waren im Einsatz, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die TĂŒrkei hat mit einer Hitzewelle zu kĂ€mpfen. Die Behörden warnen vor hoher Waldbrandgefahr.

@ dpa.de