Polizei stellt MotorrÀder und Bargeld im Rockermilieu sicher
19.08.2025 - 17:15:29Mehrere MotorrĂ€der stehen nun auf einem Parkplatz des ThĂŒringer Landeskriminalamts: Die Polizei hat sie bei einer groĂangelegten Razzia im Rockermilieu sichergestellt. Die Beamten durchsuchten 18 Objekte in Sachsen, ThĂŒringen und Bayern. Der Schwerpunkt der Ermittlungen lag in SĂŒdthĂŒringen, sagte der Vize-PrĂ€sident des ThĂŒringer LKA, Heiko Schmidt. Es geht um den Verdacht der schweren rĂ€uberischen Erpressung. Die Ermittlungen richten sich gegen zehn Deutsche im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Festnahmen gab es keine.
Schwerpunkt in SĂŒdthĂŒringen
Rund 250 EinsatzkrĂ€fte beteiligten sich an der Razzia, Spezialeinheiten des LKA waren in einem Clubhaus im sĂŒdthĂŒringischen Schleusingen im Einsatz, sagte Schmidt. Durchsucht wurden unter anderem Wohn-, GeschĂ€fts- und LagerrĂ€ume in Schleusingen, Themar, Hildburghausen, Schleiz (ThĂŒringen), Leipzig (Sachsen) und in der Region Franken (Bayern). Neben den zehn MotorrĂ€dern stellten die Beamten auch zwei Autos, mehrere Zehntausend Euro Bargeld, geringe Mengen Drogen, einen Wurfstern und ein Faustmesser sicher. Auch Speichermedien nahmen die Ermittler mit. Die Polizei ermittelt auch wegen Drogendelikten. Die MotorrĂ€der, hieĂ es, seien möglicherweise Teil des Beuteguts.Â
Nach dpa-Informationen prĂŒfen die Ermittler zwar auch mögliche politische HintergrĂŒnde bei den Straftaten, bisher gebe es aber keine Hinweise darauf.Â
Das sĂŒdliche ThĂŒringen ist nach Angaben des Landesinnenministeriums zuletzt ein Schwerpunkt von AktivitĂ€ten im Rockermilieu gewesen. In den Regionen Erfurt, Weimar, Gera und Suhl habe es die meisten Veranstaltungen von Rocker-Gruppierungen gegeben, teilte das Innenministerium in Erfurt Ende vergangenen Jahres auf eine Kleine Anfrage im Landtag mit.
Rockergruppen und einzelne Mitglieder seien neben Veranstaltungen vor allem in sozialen Netzwerken intensiv aktiv, teilte das Innenministerium mit. Ein Bedrohungspotential lasse sich daraus derzeit nicht ableiten.
Details zu den HintergrĂŒnden der Taten wollte das LKA noch nicht bekanntgeben. DafĂŒr sei es noch zu frĂŒh.





