Kindestötung in Spanien: VerdÀchtiger wohl psychisch krank
20.08.2024 - 13:59:25Nach der Tötung eines elfjĂ€hrigen Jungen auf einem FuĂballplatz in Spanien deutet nach Angaben von Ermittlern vieles darauf hin, dass der TatverdĂ€chtige psychisch krank ist. Der Festgenommene habe im Polizeiverhör die Tat gestanden, berichteten der TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf Ermittler. Er habe ausgesagt, dass er die Tat so erlebt habe, als sei sie von einer anderen Person begangen worden. Er habe «von einer Kopie von mir» gesprochen, hieĂ es. Der 20-JĂ€hrige war am Montag in MocejĂłn bei Toledo verhaftet worden.Â
In der rund 60 Kilometer sĂŒdwestlich von Madrid gelegenen Ortschaft mit knapp 500 Einwohnern hatte ein Maskierter den jungen Mateo am Sonntag vor den Augen der Spielkameraden des Opfers und anderer Menschen erstochen. Der TĂ€ter war plötzlich auf dem Spielfeld aufgetaucht und hatte mit einem spitzen Gegenstand auf den Jungen eingestochen. Als SanitĂ€ter eintrafen, hatte der Junge bereits einen Herzstillstand erlitten. Er konnte nicht wiederbelebt werden. Nach dem TĂ€ter wurde eine GroĂfahndung eingeleitet. Das Motiv fĂŒr die Gewalttat blieb unklar.Â
Der Vater des VerdĂ€chtigen erklĂ€rte gegenĂŒber Medien, bei seinem Sohn sei eine geistige EinschrĂ€nkung von 70 Prozent diagnostiziert worden. Nachbarn sagten im spanischen Fernsehen: «Man hat gesehen, dass der Junge nicht normal war. Aber so etwas hat niemand erwartet».
Der Fall sorgte im ganzen Land fĂŒr Empörung und tiefe Betroffenheit. MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez sprach auf der Plattform X von einem «schrecklichen Verbrechen» und von «unvorstellbarem Leid». In MocejĂłn wurde eine dreitĂ€gige Trauer ausgerufen.


