Polen, Oppeln

Polen: Oppeln erwartet Flutwelle in der Oder

14.09.2024 - 17:53:23

Die Region um Oppeln im SĂŒdwesten Polens ist am stĂ€rksten von den Unwettern betroffen. Regierungschef Tusk rechnet dort mit einer schwierigen Nacht. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

  • Die Stadt Oppeln erwartet am Sonntag eine Flutwelle der Oder. (Archivbild) - Foto: Daniela David/dpa-tmn/dpa

    Daniela David/dpa-tmn/dpa

  • Der hohe Wasserstand des Flusses Zloty Potok im SĂŒdwesten Polens strömt durch eine Sperrmauer. Die Region um die Stadt Oppeln ist am stĂ€rksten vom Unwetter betroffen. - Foto: Krzysztof Swiderski/PAP/dpa

    Krzysztof Swiderski/PAP/dpa

Die Stadt Oppeln erwartet am Sonntag eine Flutwelle der Oder. (Archivbild) - Foto: Daniela David/dpa-tmn/dpaDer hohe Wasserstand des Flusses Zloty Potok im SĂŒdwesten Polens strömt durch eine Sperrmauer. Die Region um die Stadt Oppeln ist am stĂ€rksten vom Unwetter betroffen. - Foto: Krzysztof Swiderski/PAP/dpa

Nach Dauerregen in Polen richtet sich die schlesische Stadt Oppeln auf eine Flutwelle in der Oder ein. Der Wasserstand werde am Sonntagmorgen etwa fĂŒnf Meter betragen, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit. Bis Montag könne er auf maximal sechs Meter steigen. Eine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung durch das Hochwasser bestehe derzeit nicht. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt liegt der normale Wasserstand der Oder in Oppeln bei etwa vier Metern.

Die Woiwodschaft Oppeln im SĂŒdwesten Polens ist bislang am stĂ€rksten von den Unwettern getroffen. Am schwierigsten sei die Situation im Bezirk um Prudnik an der Grenze zu Tschechien und im benachbarten Bezirk Nysa, sagte Innenminister Tomasz Siemoniak. «Die kommenden Stunden werden hart. Wir mĂŒssen mit vielen neuen VorfĂ€llen und Gefahren rechnen. Ich appelliere noch einmal an die Einwohner und BĂŒrger, auf die Anweisungen der Dienststellen zu hören, insbesondere wenn es um die Evakuierung geht.»

Regierungschef: Vor uns liegt eine kritische Nacht

Regierungschef Donald Tusk wollte am Abend an einer Sitzung des Krisenstabs in Nysa teilnehmen. «Vor uns liegt eine kritische Nacht, volle Mobilisierung ist nötig», schrieb Tusk auf X. Feuerwehrleute, Soldaten, Polizisten, Beamte der lokalen Behörden und alle staatlichen Stellen seien im Kampf gegen das Hochwasser engagiert. 

Das polnische Fernsehen TVP zeigte Bilder aus dem Dorf Laka Prudnica, wo der Fluss Zloty Potok ĂŒber die Ufer getreten war und Straßen, GĂ€rten und HĂ€user ĂŒberschwemmte. Die örtliche Polizei riet von Reisen in die Region ab. Wegen des hohen Wasserstandes des Flusses Opava an der Grenze zu Tschechien wurden dort drei GrenzĂŒbergĂ€nge vorĂŒbergehend geschlossen.

 

 

@ dpa.de