Britische, Wanderin

Britische Wanderin bei Unwetter auf Mallorca gestorben

04.09.2024 - 16:02:28

Die Schlucht Torrent de Pareis im Norden Mallorcas ist ein Paradies fĂŒr Wanderer und Naturliebhaber. Bei einem Unwetter wird sie aber zur Todesfalle. Ein Deutscher kam mit dem Schrecken davon.

  • Die circa 3,3 Kilometer lange Schlucht ist bei Wanderern sehr beliebt. (Foto-Archiv) - Foto: Clara Margais/dpa

    Clara Margais/dpa

  • Trotz Warnstufe Orange hielten sich die NiederschlĂ€ge am Mittwoch auf Mallorca in Grenzen. (Foto Archiv) - Foto: Clara Margais/dpa

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Die circa 3,3 Kilometer lange Schlucht ist bei Wanderern sehr beliebt. (Foto-Archiv) - Foto: Clara Margais/dpaTrotz Warnstufe Orange hielten sich die NiederschlÀge am Mittwoch auf Mallorca in Grenzen. (Foto Archiv) - Foto: Clara Margais/dpa

Ein heftiges Unwetter hat auf Mallorca einer britischen Wanderin das Leben gekostet. Die Leiche sei in der Gegend um die Schlucht Torrent de Pareis im Norden der spanischen Urlaubsinsel geborgen worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) mit. Nach der vorlĂ€ufigen Identifizierung handele es sich um eine 26-JĂ€hrige. Die junge Frau sei am Vortag zusammen mit einem Mann von den Wassermassen ĂŒberrascht und mitgerissen worden. Der 32-JĂ€hrige, ebenfalls ein Brite, werde vermisst und gesucht.

Die beiden waren den Angaben zufolge Teil von zwei Gruppen von insgesamt zwölf Wanderern, denen auch ein Deutscher, ein Franzose, weitere Briten sowie Spanier angehörten. Zehn MÀnner und Frauen habe man mithilfe eines Hubschraubers und eines Seils kurz vor Einbruch der Dunkelheit am Dienstag lebend bergen können. Sie waren nach Polizeiangaben von steigenden Wassermassen eingeschlossen worden. Zudem seien sie «ohne warme Kleidung und völlig durchnÀsst» gewesen. Man habe ihnen das Leben gerettet.

Eine spektakulÀre, aber auch gefÀhrliche Tour

Die gut drei Kilometer lange Torrent de Pareis mit einem Höhenunterschied von 180 Metern befindet sich in den Bergen der Serra da Tramuntana, die mit dem höchsten Berg Mallorcas, dem Puig Major (1445 Meter) eine beliebte Wanderregion ist. Die WĂ€nde der Schlucht ragen teilweise bis zu 200 Meter steil auf. Die Durchwanderung des Sturzbaches gilt als eine der spektakulĂ€rsten Touren auf den Balearen. Sie ist aber auch anspruchsvoll. Es wird davor gewarnt, den Auf- oder Abstieg ĂŒber riesige Felsbrocken zu unterschĂ€tzen.

Die Schlechtwetter-Front mit heftigen NiederschlĂ€gen und Gewitter hatte am Dienstag am Flughafen in Palma fĂŒr VerspĂ€tungen von bis zu zwei Stunden gesorgt. Es gab mehrere Überschwemmungen, einige Straßen wurden gesperrt. Es war zwar nur ein kurzer, aber heftiger Regenguss, der von krĂ€ftigen Windböen begleitet wurde. Innerhalb kĂŒrzester Zeit fielen 90 Liter Regen pro Quadratmeter.

FĂŒr Mittwoch gilt die zweithöchste Warnstufe Orange

Am Mittwoch sollte das Wetter eigentlich noch mieser werden. Der spanische Wetterdienst Aemet hatte fĂŒr alle Balearen-Inseln (und auch fĂŒr weite Teile der spanischen MittelmeerkĂŒste) bis 18.00 Uhr die zweithöchste Warnstufe Orange ausgerufen. Am Ende hielten sich die NiederschlĂ€ge auf Mallorca allerdings in Grenzen. Es gab nachmittags zwar weitere FlugverspĂ€tungen, und nach Medienberichten auch einige Überschwemmungen, unter anderem am sogenannten Ballermann. Um 17.00 Uhr schien aber zum Beispiel in Palma und anderen Gebieten der Insel wieder die Sonne. FĂŒr Donnerstag gibt es keine Warnungen.

@ dpa.de