Ăber 300 Festnahmen im Kampf gegen Banden in Ecuador
11.01.2024 - 02:36:56Im Kampf gegen kriminelle Banden haben die ecuadorianischen SicherheitskrĂ€fte 329 VerdĂ€chtige festgenommen. Bei EinsĂ€tzen im ganzen Land seien zudem Schusswaffen, Munition, Sprengstoff, BrandsĂ€tze, Boote und Fahrzeuge sichergestellt worden, sagte Generalstabschef Jaime Vela. Zudem befreiten Soldaten und Polizisten 41 Geiseln aus der Gewalt der Gangs. FĂŒnf mutmaĂliche Bandenmitglieder seien von SicherheitskrĂ€ften getötet worden.
PrÀsident Daniel Noboa hatte 22 kriminelle Gruppen per Dekret als terroristische Organisationen und nicht-staatliche Kriegsparteien deklariert, die auszuschalten seien. «Alle diese Gruppen sind jetzt militÀrische Ziele», sagte MilitÀrchef Vela. Ecuador befinde sich im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in einem internen bewaffneten Konflikt, hieà es in dem Dekret weiter.
In einer beispiellosen Machtdemonstration waren Bewaffnete wĂ€hrend einer Live-Ăbertragung in die RĂ€umlichkeiten des staatlichen Fernsehsenders TC TelevisiĂłn in der Hafenstadt Guayaquil eingedrungen und hatten mehrere Journalisten und Mitarbeiter als Geiseln genommen. In den Aufnahmen waren SchĂŒsse und Schreie von Menschen zu hören.
Die Sicherheitslage in Ecuador hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Die Mordrate von rund 46,5 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner im vergangenen Jahr war die bislang höchste in der Geschichte des einst friedlichen Andenstaates und eine der höchsten Lateinamerikas. Mehrere Banden mit Verbindungen zu mĂ€chtigen mexikanischen Kartellen kĂ€mpfen um die Kontrolle ĂŒber die Routen des Drogenhandels. Ecuador ist ein wichtiges Transitland fĂŒr Kokain aus SĂŒdamerika, das in die USA und nach Europa geschmuggelt wird.


