Tate-BrĂŒder, Polizei

Tate-BrĂŒder melden sich bei rumĂ€nischer Polizei

24.03.2025 - 13:34:47

Die Tate-BrĂŒder sollen Frauen missbraucht haben - in RumĂ€nien wird gegen sie ermittelt. Vor kurzem durften sie von dort in die USA reisen. Nun sind sie wieder zurĂŒck.

Die fĂŒr frauenfeindliche Aussagen bekannten britisch-amerikanischen Influencer Andrew und Tristan Tate sind aus den USA nach RumĂ€nien zurĂŒckgekehrt und haben sich in Bukarest bei der Polizei gemeldet. Damit erfĂŒllten die wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und Menschenhandel unter Strafverfolgung stehenden BrĂŒder eine Auflage des rumĂ€nischen Haftrichters. Die BrĂŒder weisen alle VorwĂŒrfe zurĂŒck.

«Ich bin nicht wegen eines Verbrechens verurteilt, ich bin so frei wie Sie hier, also kann ich gehen, wohin ich will, nach Griechenland, nach Australien», sagte Andrew Tate nach Angaben rumĂ€nischer Medien. «Aber jetzt bin ich glĂŒcklich, in RumĂ€nien zu sein, ich lebe hier, ich liebe RumĂ€nien. Aber wenn ich mich spontan entschließe, das Land zu verlassen, dann werde ich das tun, solange ich die von der Justiz auferlegten Verpflichtungen einhalte.»

Tates dĂŒrfen ins Ausland reisen

Ende Februar hatten RumĂ€niens Behörden die Auflage fĂŒr die Tate-BrĂŒder, das Land nicht zu verlassen, aufgehoben. Daraufhin flogen sie nach Florida. Beibehalten wurde die Auflage, Vorladungen der Behörden Folge zu leisten.

Gegen die Tates liegt auch ein internationaler Haftbefehl der britischen Behörden vor. Auch in Florida wird mittlerweile gegen die BrĂŒder ermittelt.

Sie sollen Frauen manipuliert haben

RumÀniens Staatsanwaltschaft hatte den Tates vorgeworfen, junge Frauen dazu gezwungen zu haben, bei kommerziell verbreiteten Sex-Videos mitzuwirken. Mit Manipulationstechniken wie der sogenannten Loverboy-Methode hÀtten sie die Opfer von sich abhÀngig gemacht. 

In einer ersten Anklage wurde den BrĂŒdern und den mutmaßlichen MittĂ€terinnen Vergewaltigung, Menschenhandel und der Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Die Zahl ihrer Opfer habe bei 34 gelegen, darunter eine 15-JĂ€hrige. Im Dezember vorigen Jahres hatte das Berufungsgericht in Bukarest diese Anklage fĂŒr regelwidrig erklĂ€rt. Daraufhin wurden die Ermittlungen neu aufgenommen.

@ dpa.de