VerdÀchtiger schweigt nach tödlichem Angriff im Kurpark
01.07.2024 - 12:19:32Nach dem tödlichen Angriff auf einen 20-JĂ€hrigen im Kurpark von Bad Oeynhausen in Ostwestfalen-Lippe schweigt der 18-jĂ€hrige TatverdĂ€chtige in der U-Haft weiterhin. Sein Verteidiger nehme Akteneinsicht, es bleibe abzuwarten, ob es danach Aussagen des Beschuldigten gebe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld. Die Ermittlungen liefen weiter. Unter anderem wĂŒrden Handys von Begleitern des mutmaĂlichen TĂ€ters ausgewertet. Es gebe aber nach bisherigem Kenntnisstand kein Video von der Tat, sagte der Staatsanwalt.
Der beschuldigte Syrer soll den 20-JĂ€hrigen in der Nacht zum vorvergangenen Sonntag (23.6.) aus weiter unklaren GrĂŒnden attackiert, auf dessen Kopf eingeschlagen und eingetreten haben. Der Mann starb wenige Tage spĂ€ter im Krankenhaus. Den Ermittlern zufolge war der Beschuldigte in der Vergangenheit bereits durch Gewalt-, Eigentums- und BetĂ€ubungsmitteldelikte aufgefallen, ist aber nicht vorbestraft.
Gegen den 18-JÀhrigen wird wegen Totschlags und gefÀhrlicher Körperverletzung ermittelt. Er hatte das Opfer nach bisherigen Erkenntnissen laut Staatsanwaltschaft vorher nicht gekannt. Auslöser und Motivlage der Tat seien weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der Vorfall hatte bundesweite BestĂŒrzung ausgelöst und auch die politische Debatte ĂŒber FlĂŒchtlingszuwanderung und die Abschiebung von StraftĂ€tern intensiviert. Die FDP-Fraktion hat unterdessen im DĂŒsseldorfer Landtag eine Aktuelle Stunde beantragt, die fĂŒr den kommenden Freitag (10 Uhr) angesetzt wurde. «Die Tat hat nicht nur Bad Oeynhausen, sondern ganz Nordrhein-Westfalen tief erschĂŒttert. Sie wirft dringende Fragen zur Sicherheit und Integration auf», heiĂt es im Antrag der FDP.Â
Die Landesregierung mĂŒsse darlegen, «welche MaĂnahmen ergriffen werden sollen, um solch schwere Gewalttaten einzudĂ€mmen und das UnsicherheitsgefĂŒhl der BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern zu reduzieren. In der Debatte muss klar werden, dass es notwendig ist ĂŒber AuslĂ€nderkriminalitĂ€t â auch im Zusammenhang mit Flucht und Migration â zu sprechen.»


