Zweites Kind stirbt nach Masernausbruch in den USA
07.04.2025 - 00:05:48In den USA ist ein weiteres Kind nach einer Maserninfektion gestorben. Die Gesundheitsbehörde im Bundesstaat Texas teilte mit, das positiv auf Masern getestete Schulkind sei in ein Krankenhaus in Lubbock eingeliefert worden und bereits am Donnerstag an einem Lungenversagen infolge der Infektion gestorben. Das Kind sei nicht geimpft gewesen und habe keine bekannten Vorerkrankungen gehabt.Â
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. reiste in den betroffenen Bezirk, um die Familie zu treffen, wie er auf der Plattform X schrieb. Dort war bereits im Februar ein Kind an einer Maserninfektion gestorben. Nach Angaben von örtlichen Medien war es die erste Masernerkrankung mit Todesfolge in den USA seit zehn Jahren.
Die Vereinigten Staaten haben derzeit mit einer HÀufung von MasernfÀllen zu kÀmpfen. Kennedy schrieb auf X, bislang seien 642 FÀlle in 22 Bundesstaaten gemeldet worden - 499 davon in Texas. Die meisten Betroffenen dort sind nach Angaben der texanischen Gesundheitsbehörde Kinder. Kennedy sagte den texanischen Behörden Hilfe bei der BekÀmpfung der Masern-Welle zu und mahnte, die wirksamste Methode, die Verbreitung zu verhindern, sei eine Impfung.
In frĂŒheren Jahren hatte Kennedy vielfach Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gestreut. Auch deshalb gab es erhebliche Kritik an seiner Ernennung zum Gesundheitsminister.
US-PrĂ€sident Donald Trump entgegnete auf Nachfrage von Reportern, ob ihn die Masern-Situation besorge, noch handele es sich um eine relativ kleine Zahl an Erkrankten. Falls sich das Problem aber vergröĂere, «werden wir sehr stark handeln mĂŒssen».Â
Ansteckend und gefÀhrlich
Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in ExtremfĂ€llen lebensbedrohlich sein. Ăbertragen werden sie unter anderem ĂŒber Tröpfchen und Aerosole, die etwa beim Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Eine Infektion beginnt laut dem Robert Koch-Institut (RKI) in der Regel mit Fieber, BindehautentzĂŒndung, Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen und weiĂen bis blau-weiĂen Flecken an der Mundschleimhaut.Â
Wenige Tage spĂ€ter steigt das Fieber und es bildet sich der fĂŒr die Masern typische Hautausschlag mit brĂ€unlich-rosafarbenen Flecken. Die Erkrankung kann zu Lungen- und GehirnentzĂŒndungen fĂŒhren und tödliche Folgen haben.







