Berlinale-Jury-PrÀsident, USA

Berlinale-Jury-PrÀsident: USA nach Trump-Wahl «unter Schock»

13.02.2025 - 06:00:40 | dpa.de

Die Wiederwahl Donald Trumps lĂ€sst Hollywood nicht kalt - doch seit der AmtseinfĂŒhrung haben sich nur wenige Film-Promis geĂ€ußert. Der US-Regisseur Todd Haynes findet zum Berlinale-Start klare Worte.

 Todd Haynes ist bekannt fĂŒr Filme wie «May December» oder «Carol». (Archivbild) - Foto: Joel C Ryan/Invision via AP/dpa
Todd Haynes ist bekannt fĂŒr Filme wie «May December» oder «Carol». (Archivbild) - Foto: Joel C Ryan/Invision via AP/dpa

Der US-amerikanische Regisseur Todd Haynes hat vor den Folgen der zweiten Amtszeit von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr Gesellschaft und Kultur gewarnt. «GegenwĂ€rtig stehen wir zumindest in den USA noch komplett unter Schock darĂŒber, wo wir nun als Nation gelandet sind und wie dieser PrĂ€sident wieder ins Amt gewĂ€hlt werden konnte», sagte der 64-JĂ€hrige im Interview des 3sat-Magazins «Kulturzeit».

Der queere Filmemacher ist fĂŒr Werke bekannt, die sich kritisch mit Themen wie GeschlechteridentitĂ€t auseinandersetzen. Bei der Berlinale (13. bis 23. Februar) ist er PrĂ€sident der Wettbewerbs-Jury. Zuletzt hat er das Drama «May December» mit Natalie Portman und Julianne Moore herausgebracht. Von ihm ist etwa auch «Carol» mit Cate Blanchett ĂŒber eine lesbische Liebe.

Haynes spricht von «faschistischen, autokratischen» Tendenzen

«Wir sehen bereits jetzt, wie sich derzeit Dinge herausbilden, die wir noch nie zuvor erlebt haben», sagte er. «Und es ist hart fĂŒr uns zurĂŒckzublicken und aus historischen Beispielen zu lernen, wie unvorbereitet eine Kultur manchmal sein kann auf radikale, repressive Bewegungen - wie immer wir sie nennen wollen, faschistisch, autokratisch.»

Im Interview der «Zeit» sagte er: «Wie wir das jetzt alles durchleben, wie wir all dem etwas entgegenstellen können, wie wir es hinkriegen, dass wir uns nicht niedermachen lassen, und ob es uns gelingt, die gegenwĂ€rtige Stimmung in den USA auf die Leinwand zu bringen, das sind jetzt die großen Fragen.»

Da zum menschlichen Selbsterhaltungstrieb RealitĂ€tsleugnung zĂ€hle, seien die US-Amerikaner schlecht vorbereitet und wĂŒssten nicht, wie sie auf diese Entwicklungen angemessen reagieren sollten, sagte Haynes der «Kulturzeit» und warnte: «Und manchmal ist es dann auch zu spĂ€t: Blicken wir auf die europĂ€ische Geschichte und besonders in die Mitte des 20. Jahrhunderts als gravierendes Beispiel.»

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