Britisches XL-Bully-Verbot: 100 Hunde im Monat getötet
20.12.2024 - 05:43:36 | dpa.de
Ein knappes Jahr nach dem Verbot von XL-Bully-Hunden in England und Wales fĂ€llt die Bilanz einem BBC-Bericht zufolge ernĂŒchternd aus. Obwohl die Zahl der eingeschlĂ€ferten Hunde seitdem deutlich anstieg, kam es nicht zu einem RĂŒckgang an Angriffen, wie die BBC unter Berufung auf Behördenangaben berichtete.
Zahl der Hundeangriffe nicht gesunken
Demnach wurden zwischen Januar und August knapp 820 Hunde eingeschlÀfert - also mehr als 100 pro Monat. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr. Um welche Hunderassen es sich dabei im Einzelnen handelte, ging aus dem Bericht nicht hervor. In 22 von 25 Polizeidirektionen der beiden Landesteile, die auf eine BBC-Anfrage antworteten, war die Zahl der VorfÀlle mit Hundeangriffen auf Kurs zu einem Anstieg.
Das Verbot wurde nach einigen aufsehenerregenden und teilweise tödlichen VorfĂ€llen mit XL-Bully-Hunden eingefĂŒhrt und trat schrittweise in Kraft. Vom 21. Dezember 2023 an war die Zucht und der Verkauf verboten. Seit Februar dieses Jahres ist auch die Haltung der Tiere untersagt, es sei denn, sie waren bereits vor dem Inkrafttreten registriert.
Kritik von der Polizei
Der Verband der PolizeiprĂ€sidenten, National Police Chief Council's (NPCC), kritisierte, das Verbot fĂŒhre zu groĂem finanziellen und personellen Aufwand bei der Polizei. Demnach stiegen die Kosten fĂŒr die Haltung und Versorgung beschlagnahmter Hunde von 4 auf 25 Millionen Pfund (etwa 4,8 Mio. Euro und 30 Mio. Euro). Problematisch ist auch, dass XL-Bully-Hunde nicht leicht als solche zu bestimmen sind.
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