HĂ€ufigste, Todesursache

HĂ€ufigste Todesursache: Herz-Kreislauf-Erkrankungen

19.08.2024 - 10:41:10

Die Zahl der TodesfĂ€lle sinkt erstmals seit Jahren, weniger sterben an einem Herzinfarkt. Bemerkbar macht sich in der Statistik der RĂŒckgang der Corona-Pandemie - auch durch mehr Grippetote.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch vergangenes Jahr die hĂ€ufigste Todesursache in Deutschland gewesen. Ein Drittel (33,9 Prozent) aller TodesfĂ€lle ging auf einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine Ă€hnliche Erkrankung zurĂŒck, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Einem Krebsleiden erlagen mit 22,4 Prozent mehr als ein FĂŒnftel der Gestorbenen. 

Bei beiden Todesursachen verzeichnet die Statistik im Vorjahresvergleich allerdings einen RĂŒckgang: 2,7 Prozent weniger Menschen starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 0,5 Prozent weniger an Krebs. 

Weniger TodesfÀlle insgesamt

Erstmals seit 2016 ging auch die Gesamtzahl der TodesfĂ€lle zurĂŒck: von 1,07 Millionen Verstorbenen im Jahr 2022 um 3,6 Prozent auf 1,03 Millionen Menschen im Jahr 2023. Mehr als die HĂ€lfte der gestorbenen Frauen und fast ein Drittel der gestorbenen MĂ€nner waren 85 Jahre und Ă€lter.

Mehr Menschen starben an Grippe oder LungenentzĂŒndung: Die Zahl der FĂ€lle stieg um 13,1 Prozent auf knapp 20.900, nachdem sie im Vorjahr bereits um 30 Prozent gestiegen war. 

WĂ€hrend der Corona-Pandemie waren die Zahlen in dem Bereich stark gesunken - da die Vorsichtsmaßnahmen auch weitere Ansteckungen verhinderten. 2023 sei nun bei Grippe und LungenentzĂŒndung mit einem Anteil von 2,0 Prozent an allen Todesursachen ein Niveau erreicht, das in etwa dem vor der Corona-Pandemie entspreche, erklĂ€rte das Bundesamt. 

Deutlicher RĂŒckgang bei Todesursache Covid-19 

Die Todesursache Covid-19 wurde vergangenes Jahr noch bei 25.768 FÀllen als Grundleiden angegeben. Das waren 2,5 Prozent aller FÀlle und ein Minus von 50,8 Prozent im Vorjahresvergleich. 

Einer nicht natĂŒrlichen Todesursache wie einer Verletzung oder Vergiftung erlagen vergangenes Jahr 49.400. Rund 20.800 Menschen kamen durch einen Sturz zu Tode. 

10.300 Menschen beendeten ihr Leben durch einen Suizid, die Zahl der FĂ€lle nahm im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent zu. Dieser Anstieg ist nach Angaben des Bundesamts vor allem auf vermehrte Suizide von Frauen zurĂŒckzufĂŒhren (plus acht Prozent), bei MĂ€nnern ging die Zahl leicht zurĂŒck (minus 0,3 Prozent). An den Todesursachen insgesamt machten Suizide Ă€hnlich wie in den Vorjahren einen Anteil von 1,0 Prozent aus. 

@ dpa.de