Lipstick, MĂ€nner

Mr. Lipstick: «MÀnner sollten mehr Lippenstift tragen»

26.07.2024 - 05:00:38 | dpa.de

Egal ob rot oder blau, mit Bart oder ohne: MÀnner sollten sich aus Sicht des Lippenstiftexperten René Koch ihre Lippen schminken. Das diene nicht nur der Schönheit.

  • Es muss nicht immer Rot sein.  - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Es muss nicht immer Rot sein. - Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • Visagist Koch stellt Lippenstifte aus. (Archivbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
    Visagist Koch stellt Lippenstifte aus. (Archivbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
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MÀnner sollten aus Sicht des Berliner Visagisten René Koch mehr Lippenstift tragen. «Es muss kein Rot sein. Es können doch alle Farben sein, etwa Blau», sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur zum Tag des Lippenstifts am 29. Juli. Ein Bart sei kein Hindernis, im Gegenteil: «Das sieht doch schön aus, ein Bart und dann die Lippen. Wenn der Mann einen Bart hat, dann treten die Lippen ja ganz in den Hintergrund», sagte Koch. 

Mit einem Lippenstift könne man die Lippen stĂ€rker betonen. Die Kosmetik sei nicht nur aus optischen GrĂŒnden empfehlenswert, sondern vor allem wegen der Pflege: «Der Lippenstift hat Sonnenschutz, KĂ€lteschutz und schĂŒtzt vor Wind», betont Koch. 

Schon in der Barockzeit

Der Sammler - auch Mr. Lipstick genannt - betreibt eine private Lippenstift-Ausstellung mit Exponaten, Plakaten sowie Rezepturen vom Barock ĂŒber das 19. Jahrhundert bis heute. «Lippenstift fĂŒr MĂ€nner ist nichts Neues. Es war alles schon einmal da. In der Barockzeit haben sich die MĂ€nner die Lippen eher dunkelrot gemacht, auch Casanova», so Koch. 

Viele Rockmusiker setzten ebenfalls auf Lippenstift. «Sie hatten ja schon immer die Lippen schwarz oder dunkelrot und brombeerfarben. Warum nicht? Es ist ein Ausdruck der Persönlichkeit, warum soll der Lippenstift nur den Frauen vorbehalten sein?», so Koch. 

Sammler sieht Zukunft 

Es gebe zahlreiche Produkte fĂŒr MĂ€nner, der Lippenstift habe sich aber bisher nicht in der breiten Masse durchgesetzt. Das könne sich aber bald Ă€ndern, so der Visagist: «Jetzt, wo alles gendert und alles regenbogenmĂ€ĂŸig wird - wahrscheinlich wird es in der Modeszene anfangen und ĂŒbergreifen», mutmaßt er. Koch war frĂŒher als Promi-Visagist bekannt - fĂŒr Stars wie Zarah Leander, Hildegard Knef und Joan Collins.

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