BrÀnde in Krefeld: Kein Hinweis auf Terroranschlag
11.10.2024 - 11:37:00Im Fall mehrerer BrĂ€nde in Krefeld und einer versuchten Brandstiftung in einem Kino hat die Polizei keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag. Die genaue Motivlage sei noch unklar, teilte die Polizei Essen mit. Den Sicherheitsbehörden war der 38-jĂ€hrige TatverdĂ€chtige nach dpa-Informationen nicht als Extremist bekannt.Â
Der Krefelder mit iranischer NationalitÀt soll am Donnerstagabend in Krefeld drei BrÀnde gelegt haben. Als er den Angaben nach versuchte, in einem Kinofoyer einen weiteren Brand zu legen, wurde er von der Polizei angeschossen. Schwer verletzt kam er in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht. Ob er schon vernommen werden konnte, wurde zunÀchst nicht bekannt.
Drei BrĂ€nde ĂŒber Notruf gemeldet
Ăber den Notruf waren am Donnerstagabend gegen 19:50 Uhr laut Polizei zahlreiche Meldungen zu drei BrĂ€nden eingegangen. «Im Bereich der PhiladelphiastraĂe brannten innerhalb kurzer Zeit eine Wohnung, ein geparktes Fahrzeug und ein BĂŒrogebĂ€ude», hieĂ es. Man prĂŒfe, ob es sich bei der Wohnung um die Wohnung des TatverdĂ€chtigen handele, sagte eine Polizeisprecherin. Bei den BrĂ€nden sei niemand verletzt worden. Ob auch BeschĂ€digungen an Glasscheiben des Kino-GebĂ€udekomplexes auf das Konto des Mannes gingen, war zunĂ€chst unklar.Â
Bei der versuchten Brandstiftung in dem Kino hat der TatverdĂ€chtige laut Polizei brennbare FlĂŒssigkeit bei sich gehabt. Ein Kinomitarbeiter hatte zuvor einem dpa-Reporter berichtet, dass der mutmaĂliche TĂ€ter am Abend beim Eintreffen der Polizeibeamten gerade dabei gewesen sei, eine brennbare FlĂŒssigkeit im Foyer-Bereich des Kinos zu verschĂŒtten. Der Mitarbeiter vermutete Benzin aufgrund des Geruchs. Um welche Art von FlĂŒssigkeit es sich handelte, werde noch ermittelt, sagte der Polizeisprecher.
Mitarbeiter: Etwa 150 Menschen im Kinokomplex
Der Kinomitarbeiter lobte das schnelle Eingreifen der Polizei, «ansonsten wÀre das hier eine Katastrophe geworden», sagte er. Nach seinen Angaben hÀtten sich zum Zeitpunkt der Tat etwa 150 Menschen in dem Kinokomplex befunden, verteilt auf mehrere KinosÀle. Auch einige Kinobesucher seien Zeuge des Geschehens geworden, hatte ein Polizeisprecher am Abend gesagt.


