Wintersturm, Feuer

Wintersturm und Feuer - Wetterextreme in den USA

03.03.2024 - 12:36:11

Ein Blizzard in Kalifornien, riesige BrÀnde in Texas. Die Menschen in den USA leiden unter extremen Wetterbedingungen und deren Folgen.

  • Feuerwehrleute bekĂ€mpfen das Smokehouse Creek Fire nördlich von Canadian in Texas. - Foto: David Erickson/AP/dpa

    David Erickson/AP/dpa

  • Ein schwerer Wintersturm hat dem US-Bundesstaat Kalifornien heftige SchneefĂ€lle beschert. - Foto: Brooke Hess-Homeier/FR172061 AP/AP

    Brooke Hess-Homeier/FR172061 AP/AP

Feuerwehrleute bekÀmpfen das Smokehouse Creek Fire nördlich von Canadian in Texas. - Foto: David Erickson/AP/dpaEin schwerer Wintersturm hat dem US-Bundesstaat Kalifornien heftige SchneefÀlle beschert. - Foto: Brooke Hess-Homeier/FR172061 AP/AP

EiseskĂ€lte und meterhoher Schnee in Kalifornien, Hitze und verheerende WaldbrĂ€nde in Texas: Die USA erleben derzeit starke Wetterextreme. Die kalifornische Sierra Nevada wurde am Wochenende von einem Blizzard getroffen - so werden in den USA heftige SchneestĂŒrme mit starken TemperaturstĂŒrzen genannt. 

Der Wetterdienst warnte bis einschließlich Sonntag vor «tĂŒckischen und lebensgefĂ€hrlichen» Bedingungen in bergigen Gemeinden: «Reisen sollten nur auf NotfĂ€lle beschrĂ€nkt werden.» Mancherorts sei mit bis zu drei Meter Schnee zu rechnen. Betroffen war auch der benachbarte Bundesstaat Nevada. 

Im Wintersportgebiet Palisades Tahoe, wo 1960 die Olympischen Winterspiele ausgetragen wurden, seien Windböen von bis zu 300 Kilometern pro Stunde gemessen worden, hieß es in Medienberichten. Mehrere Ski-Resorts hĂ€tten schließen mĂŒssen, auch wegen der großen Lawinengefahr.

Rund 10.000 Haushalte ohne Strom

Zudem sei die Interstate 80, eine der wichtigsten Autobahnen des Landes, wegen Schnee und EisglĂ€tte auf einer LĂ€nge von insgesamt etwa 160 Kilometern gesperrt worden. Wetterdienst und Autobahnpolizei warnten vor sogenannten Whiteout-Bedingungen, bei denen Fahrer wegen der extrem eingeschrĂ€nkten Sicht die Orientierung verlieren können. Auf einer Passstraße blieben zahlreiche Fahrzeuge stecken, die Fahrer mussten in einer stundenlangen Aktion gerettet werden, wie die Polizei mitteilte.  

Schon am Freitag blieben mehrere Schulen geschlossen. Der Sturm fĂŒhrte auch zu StromausfĂ€llen. Rund 10.000 Haushalte in der Region seien ohne ElektrizitĂ€t, hieß es am Sonntag auf der Seite Poweroutage.us. Angesichts des Unwetters machte auch der bei Touristen beliebte Yosemite-Nationalpark bis auf Weiteres fĂŒr Besucher zu. 

«Monsterfeuer» in Texas

In Texas fachten starke Winde die seit Tagen wĂŒtenden WaldbrĂ€nde weiter an, wie Medien am Samstagabend (Orstzeit) berichteten. Das grĂ¶ĂŸte Feuer, das sogenannte Smokehouse Creek Fire, hat sich bereits auf mehr als 4000 Quadratkilometer ausgedehnt und ragt im Osten auch in den angrenzenden Bundesstaat Oklahoma hinein. Es sei bislang nur zu 15 Prozent unter Kontrolle, hieß es.

Der texanische Landwirtschaftsminister Sid Miller sprach von einem «Monsterfeuer» und bat um Futter- und Heuspenden fĂŒr das Vieh sowie Gebete fĂŒr die betroffenen Farmer. «Es ist niederschmetternd», sagte er dem Sender CNN. Die BrĂ€nde haben bislang zwei Menschen das Leben gekostet, Hunderte HĂ€user, andere GebĂ€ude und AnbauflĂ€chen zerstört sowie Tausende Rinder getötet. FĂŒr die Landwirte bedeutet das einen enormen wirtschaftlichen Verlust.

Experten fĂŒhren die HĂ€ufung von Naturkatastrophen in den USA - StĂŒrme, Überflutungen und WaldbrĂ€nde - auch auf die Folgen des Klimawandels zurĂŒck. PrĂ€sident Joe Biden hatte bereits im vergangenen Jahr in diesem Zusammenhang von einer «existenziellen Bedrohung» gesprochen. «Ich glaube nicht, dass irgendjemand mehr die Auswirkungen des Klimawandels leugnen kann», sagte er damals.

@ dpa.de