Jahrestage, Myanmar

Ein Jahr danach: Myanmar ringt weiter mit Folgen des Bebens

27.03.2026 - 06:38:12 | dpa.de

Ein Jahr nach der Erdbeben-Katastrophe brauchen Millionen Menschen in Myanmar weiter Hilfe. Wiederaufbau und Versorgung bleiben schwierig – jetzt noch verschĂ€rft durch die Folgen des Iran-Kriegs.

  • UnzĂ€hlige HĂ€user stĂŒrzten bei dem Erdbeben der StĂ€rke 7,7 ein. (Archivbild) - Foto: Aung Shine Oo/AP/dpa
    UnzĂ€hlige HĂ€user stĂŒrzten bei dem Erdbeben der StĂ€rke 7,7 ein. (Archivbild) - Foto: Aung Shine Oo/AP/dpa
  • Tausende Menschen kamen bei dem verheerenden Beben ums Leben. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpa
    Tausende Menschen kamen bei dem verheerenden Beben ums Leben. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpa
  • In Bangkok stĂŒrzte der Rohbau eines Hochhauses ein und begrub mehr als 90 Menschen in den TrĂŒmmern. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
    In Bangkok stĂŒrzte der Rohbau eines Hochhauses ein und begrub mehr als 90 Menschen in den TrĂŒmmern. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
  • In den Regionen Sagaing und Mandalay wurden auch viele heilige StĂ€tten zerstört. (Archivbild) - Foto: Thein Zaw/AP/dpa
    In den Regionen Sagaing und Mandalay wurden auch viele heilige StÀtten zerstört. (Archivbild) - Foto: Thein Zaw/AP/dpa
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Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben der StĂ€rke 7,7 in Myanmar kĂ€mpfen Millionen Menschen in dem Krisenland weiter mit den Folgen der Naturkatastrophe. Besonders in den zentralen Regionen Mandalay und Sagaing kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran, wie Hilfsorganisationen berichten. Viele Familien leben noch immer in provisorischen UnterkĂŒnften, oft fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. 

Der Wiederaufbau stocke auch wegen der KĂŒrzungen internationaler Mittel, teile die Welthungerhilfe mit. Hinzu kommt ein blutiger BĂŒrgerkrieg in vielen Landesteilen. «Aktuell leiden rund 12,4 Millionen Menschen unter akuter ErnĂ€hrungsunsicherheit, 8,5 Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen», sagte Henry Braun, der Landesdirektor der deutschen Hilfsorganisation in Myanmar, der Deutschen Presse-Agentur. 

Das gewaltige Beben am 28. MĂ€rz 2025, das auch im benachbarten Thailand deutlich zu spĂŒren war, traf das von Konflikten geprĂ€gte und frĂŒher als Birma bekannte Land in SĂŒdostasien besonders hart. Insgesamt waren laut den Vereinten Nationen mehr als 17 Millionen Menschen vor allem im Zentrum Myanmars betroffen, darunter etwa neun Millionen in den am schwersten zerstörten Gebieten. 

Opferzahl auch ein Jahr spÀter unklar

Wie viele Menschen ums Leben kamen, ist bis heute unklar. Je nach Quelle variieren die Zahlen zwischen 3.800 und 5.300. Unzweifelhaft ist, dass Tausende Anwohner verletzt und unzÀhlige weitere obdachlos wurden. Die Zerstörungen - auch wichtiger Infrastruktur - waren gewaltig.

In der thailĂ€ndischen Hauptstadt Bangkok, wo die Erde ebenfalls bebte, stĂŒrzte damals der Rohbau eines Hochhauses ein. Mehr als 90 Arbeiter kamen in den TrĂŒmmern ums Leben. Videos von schwankenden Wolkenkratzern, von deren Rooftop-Pools das Wasser in die Tiefe stĂŒrzte, gingen um die Welt. 

In Myanmar kam noch der schwere BĂŒrgerkrieg hinzu: Seit einem MilitĂ€rputsch Anfang 2021 leiden weite Teile der Bevölkerung unter stĂ€ndigen Angriffen und Gewalt. Die Junta geht mit aller HĂ€rte gegen jeden Widerstand vor. «Der Wiederaufbau braucht auch Zeit, weil die Gemeinden weiter unter den Folgen des andauernden bewaffneten Konflikts leiden», teilte das Rote Kreuz mit.

Iran-Krieg verschÀrft die Situation

Auch der Krieg im Nahen Osten hat wegen steigender Treibstoff- und DĂŒngemittelpreise spĂŒrbare Auswirkungen. «An den Tankstellen bilden sich lange Schlangen, und die Transportkosten ziehen an», betonte Braun. Wegen der Energieknappheit dĂŒrften Fahrzeuge mittlerweile nur noch zweimal pro Woche betankt werden und entweder nur noch an geraden oder ungeraden Tagen fahren. Die Krise verteuere nicht nur den Alltag der Menschen, sondern erschwere auch die Lieferung von HilfsgĂŒtern und den Zugang zu Lebensmitteln und medizinischer Versorgung.

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