Prozess um tödlichen E-Roller-Unfall in Frankfurt gestartet
29.06.2026 - 14:31:40 | dpa.deZu Beginn des Prozesses wegen versuchten Mordes und fahrlĂ€ssiger Tötung von E-Rollerfahrern in Frankfurt hat die RechtsanwĂ€ltin des Angeklagten das Geschehen als «menschliche Katastrophe» bewertet. Dies betreffe die Opfer und deren Familien, aber auch ihren Mandanten, sagte sie. Er sei «ein ganz normaler junger Mann, der nun im GefĂ€ngnis sitzt». Bei dem Unfall sei er nicht Herr seiner Sinne gewesen, sondern habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden.Â
Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 24-jĂ€hrigen Mann aus Bad Kreuznach vor, in der Nacht auf den 6. Juli 2025 nach dem Konsum von Lachgas deutlich zu schnell durch die Innenstadt gefahren zu sein. Sein Auto soll von der Spur abgekommen und das GefĂ€hrt von 23-jĂ€hrigen Zwillingen gerammt haben, die zu zweit auf einem Roller fuhren. Einer der BrĂŒder starb am Unfallort, der andere noch in derselben Nacht im Krankenhaus.Â
Flucht von Unfallfahrer
Kurz darauf soll der Angeklagte mit seinem Auto gegen einen weiteren, 27-jĂ€hrigen E-Scooter-Fahrer geprallt sein, der dadurch mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe geschleudert wurde und ĂŒber eine Strecke von etwa 70 Metern auf der Motorhaube liegenblieb. Er wurde sehr schwer verletzt, der Unfallfahrer flĂŒchtete.
Nach der bisherigen Planung der Schwurgerichtskammer soll der Prozess bis Mitte September dauern.
