Lastwagen, Gehweg

Lastwagen fÀhrt auf Gehweg - Mutter und Tochter tot

29.12.2023 - 17:14:26 | dpa.de

Ein Lastwagenfahrer will einem Bus ausweichen - und fĂ€hrt auf den Gehweg. Dort erfasst sein Fahrzeug fĂŒnf Menschen. Eine Mutter und ihre Tochter sterben.

  • EinsatzkrĂ€fte von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Innenstadt von Passau am Einsatzort. - Foto: -/Zema Medien/dpa
    EinsatzkrÀfte von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Innenstadt von Passau am Einsatzort. - Foto: -/Zema Medien/dpa
  • EinsatzkrĂ€fte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Einsatzort in der Innenstadt von Passau. - Foto: -/Zema Medien/dpa
    EinsatzkrÀfte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Einsatzort in der Innenstadt von Passau. - Foto: -/Zema Medien/dpa
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Ein Lastwagen hat im niederbayerischen Passau mehrere FußgĂ€nger erfasst und dabei eine Mutter und ihre elfjĂ€hrige Tochter getötet. Die 37-JĂ€hrige starb noch am Unfallort, das MĂ€dchen erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Auch der neun Jahre alte Sohn wurde verletzt, genau wie zwei Frauen im Alter von 70 und 45 Jahren. Zuvor hatte die «Bild» berichtet.

Der Lastwagenfahrer blieb nach einer medizinischen Behandlung in Polizeigewahrsam. Ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, konnte eine Polizeisprecherin noch nicht beantworten.

Nach Polizeiangaben war der 63 Jahre alte Mann auf Liefertour in der mit GeschĂ€ften gesĂ€umten Bahnhofstraße. Beim Weiterfahren wollte er ersten Polizeierkenntnissen zufolge einem stehenden Bus ausweichen - und fuhr dazu auf den gegenĂŒberliegenden Gehweg. Dort erfasste sein Lastwagen demnach die Menschen und kam anschließend an einer Mauer zum Stehen.

Der Gesundheitszustand des NeunjÀhrigen ist noch unklar, eine Polizeisprecherin sagte, dass der Junge sich noch in Behandlung befinde. Lebensgefahr könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die 70-JÀhrige wurde schwer verletzt, die 45-JÀhrige leicht.

Polizei geht von Unfall aus

Der Unfallort war am Freitagvormittag weitrĂ€umig abgesperrt, zahlreiche Polizisten, FeuerwehrkrĂ€fte, Kriseninterventionsteams und Mitarbeiter vom Rettungsdienst waren vor Ort. An der SchanzlbrĂŒcke, einer mehrspurigen BrĂŒcke in Passau, landeten mehrere Rettungshubschrauber, um die Verletzten in Kliniken zu fliegen. Ein Polizeihubschrauber war fĂŒr Übersichtsaufnahmen vom Unfall im Einsatz. Der Unfall passierte gegen 9.50 Uhr, rund viereinhalb Stunden spĂ€ter, gegen 14.20 Uhr, hob die Polizei die Verkehrssperren wieder auf.

Ein Polizeisprecher wies Theorien in sozialen Medien zurĂŒck, wonach es sich um eine vorsĂ€tzliche Tat handeln könnte: «Wir gehen ganz fest von einem Verkehrsunfall aus.» Das bestĂ€tigte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: «Bislang gibt es keine Hinweise auf ein Attentat oder einen politisch motivierten Hintergrund.» GeprĂŒft werde insbesondere, ob es sich um einen Fahrfehler oder ein technisches Problem am Lastwagen gehandelt habe. Der CSU-Politiker drĂŒckte den Angehörigen seine Anteilnahme aus.

Der genaue Unfallhergang soll nun von Polizei und Staatsanwaltschaft rekonstruiert werden, dazu war auch ein Gutachter am Unfallort im Einsatz. Der Lastwagen wurde abgeschleppt und soll eingehender von der Polizei untersucht werden.

Passaus OberbĂŒrgermeister JĂŒrgen Dupper (SPD) zeigte sich «zutiefst betroffen und schockiert». Der «Passauer Neuen Presse» sagte er: «Bei solchen Ereignissen gilt unser ganzes MitgefĂŒhl den betroffenen Menschen und deren Angehörigen.»

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