Pipeline nach geschlossenem Leck wieder in Betrieb
14.12.2025 - 13:01:55Die reparierte Pipeline von Rostock nach Schwedt ist nach dem Austritt von Hunderttausenden Litern Ăl aus einem Leck wieder in Betrieb. «Nach PrĂŒfung der betroffenen AusrĂŒstungsteile der Pipeline durch den TĂV haben wir von der Aufsichtsbehörde die Freigabe zur Wiederinbetriebnahme erhalten», teilte die Ăl-Raffinerie PCK mit.Â
Am Samstag gegen 22.00 Uhr sei die Pipeline Schwedt-Rostock nach 80 Stunden Ausfall wieder in Betrieb genommen worden. Ob die verunreinigte Erde abgetragen ist, war zunÀchst unklar.
Bei einem der gröĂten Ăl-UnfĂ€lle der vergangenen Jahre am vergangenen Mittwoch traten bei Vorarbeiten fĂŒr einen Sicherheitstest nahe Gramzow in der Uckermark im Nordosten Brandenburgs mindestens 200.000 Ăl Liter aus. Erst nach mehreren Stunden wurde das Leck verschlossen. Laut Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hatten sich zwei Sicherungsbolzen aus bisher ungeklĂ€rter Ursache gelöst.
Zentrale Versorgungsader der Schwedter Raffinerie
Mehr als zwei Hektar Acker waren dem Brandenburger Umweltministerium zufolge mit Ăl bespritzt - das entspricht ungefĂ€hr zwei FuĂballfeldern. UmweltschĂŒtzer hatten sich besorgt gezeigt. Die Versorgung von Berlin und Brandenburg mit Kraftstoffen und Heizöl war aber nicht gefĂ€hrdet.Â
Die 200 Kilometer lange Leitung vom Hafen Rostock nach Schwedt ist seit 2023 zentrale Versorgungsader fĂŒr die Raffinerie. Sie versorgt weite Teile des Nordostens und Berlins mit Sprit, Heizöl und Kerosin. Die Raffinerie in der Uckermark bezog fast 60 Jahre lang nur russisches Ăl ĂŒber die «Druschba»-Pipeline. Das endete 2023 wegen der Sanktionen gegen Russland, es gab andere Bezugsquellen.


