Ermittlungen, Lkw-Chaosfahrt

Weitere Ermittlungen nach Lkw-Chaosfahrt mit 26 Verletzten

01.12.2024 - 04:00:41

Ein Lkw fĂ€hrt in Schlangenlinien ĂŒber die Autobahn. Erst nach mehreren UnfĂ€llen endet die Fahrt im Gegenverkehr. Stand der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss?

  • Die HintergrĂŒnde der Unfallserie mĂŒssen die Ermittler noch klĂ€ren. - Foto: Sascha Thelen/dpa

    Sascha Thelen/dpa

  • Bei dem 30-JĂ€hrigen besteht der Verdacht auf Alkohol- und Drogenkonsum. - Foto: Alex Talash/dpa

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  • Der Lastwagen war in eine Unfallserie mit 50 beteiligten Fahrzeugen verwickelt.  - Foto: Alex Talash/dpa

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  • Die Wucht der ZusammenstĂ¶ĂŸe ließ völlig demolierte Autowracks zurĂŒck. - Foto: Justin Brosch/dpa

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Die HintergrĂŒnde der Unfallserie mĂŒssen die Ermittler noch klĂ€ren. - Foto: Sascha Thelen/dpaBei dem 30-JĂ€hrigen besteht der Verdacht auf Alkohol- und Drogenkonsum. - Foto: Alex Talash/dpaDer Lastwagen war in eine Unfallserie mit 50 beteiligten Fahrzeugen verwickelt.  - Foto: Alex Talash/dpaDie Wucht der ZusammenstĂ¶ĂŸe ließ völlig demolierte Autowracks zurĂŒck. - Foto: Justin Brosch/dpa

Die Ermittlungen zur Chaosfahrt eines Lastwagens mit zahlreichen UnfĂ€llen und 26 Verletzten auf mehreren Autobahnen in Nordrhein-Westfalen gehen weiter. Der Lkw-Fahrer soll nach Polizeiangaben vernommen werden, sobald dies nach Abschluss der Ă€rztlichen Untersuchungen möglich ist. Der 30-JĂ€hrige war auf der A1 bei Hagen festgenommen worden, nachdem sein Lkw etliche Fahrzeuge gerammt hatte und nach einer Kollision im Gegenverkehr schließlich zum Stehen gekommen war. 

Der Fahrer des Lastwagens mit polnischem Kennzeichen wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei der Festnahme vor Ort hÀtten sich erste Hinweise auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum ergeben, teilte die Polizei mit. NÀhere Details nannte sie nicht.

Der Lkw war am Samstagnachmittag mit hohem Tempo und in Schlangenlinien ĂŒber die A46 und die A1 gefahren und löste zahlreiche UnfĂ€lle aus. Autofahrer wurden wĂ€hrend der Chaosfahrt ĂŒber den Verkehrsfunk gewarnt und aufgefordert, die Autobahnen schnellstmöglich zu verlassen - konnten aber in vielen FĂ€llen nicht rechtzeitig ausweichen. Bisherigen Erkenntnissen der Ermittler zufolge wurden insgesamt 50 Fahrzeuge in die Unfallserie verwickelt.

Die Zahl der Schwerverletzten habe sich von sechs auf acht erhöht, darunter sei eine Person mit lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen, teilte die Polizei am frĂŒhen Sonntagmorgen mit. 18 Menschen wurden demnach leicht verletzt. Angesichts der vielen gerammten Fahrzeuge und der ĂŒber lĂ€ngere Zeit hinweg unĂŒbersichtlichen Lage schlossen die Ermittler nicht aus, dass es noch mehr Verletzte geben könnte.

Anhaltezeichen missachtet

Der verdĂ€chtige Lkw wurde der Polizei gegen 16.25 Uhr gemeldet, als er in auffallend unsicherer Fahrweise auf der A46 im Bereich Neuss unterwegs war. Zwar konnte ihn die Autobahnpolizei bald darauf lokalisieren. Allerdings missachtete der Fahrer laut Polizei ihre Anhaltezeichen und fuhr weiter mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit und in Schlangenlinien ĂŒber die A 46 in den Raum Wuppertal und dann auf die A1.

Auf der A1 geriet der Lastwagen dann zwischen Volmarstein und Hagen-West in den Gegenverkehr, stieß mit mehreren entgegenkommenden Fahrzeugen zusammen und kam schließlich quer zur Fahrbahn zum Stehen. Der Fahrer wurde an der Unfallstelle festgenommen. ZurĂŒck blieben mehrere völlig demolierte Autos und eine offensichtlich betrĂ€chtliche Schadensbilanz in noch unbekannter Höhe.

Infolge der Unfallserie kam es zu Sperrungen mehrerer Autobahnabschnitte. Am frĂŒhen Sonntagmorgen war laut Polizei noch die A1-Strecke in Fahrtrichtung Köln ab Hagen-West sowie in Fahrtrichtung Bremen ab Gevelsberg bis zur Unfallstelle gesperrt. Die Sperrungen dĂŒrften demnach bis zum Mittag anhalten. Die Sperrung der A46 zwischen Varresbeck und Wuppertal-Nord wurde dagegen wieder aufgehoben.

Auf der Internetseite des LKA NRW schaltete die Polizei ein Hinweisportal frei. Dort können Zeugen Fotos und Videos hochladen oder andere Hinweise hinterlassen.

@ dpa.de