Leichenfund in Döbeln - Ist es die vermisste Valeriia?
12.06.2024 - 04:19:21Die Polizei will nach dem Fund einer Leiche im sĂ€chsischen Döbeln mehr Details zu dem schrecklichen Fund bekanntgeben. Zu erwarten ist, dass heute unter anderem mitgeteilt wird, ob es sich um den leblosen Körper der seit ĂŒber einer Woche im Landkreis Mittelsachsen vermissten neun Jahre alten Valeriia handelt. Das seit 2022 mit seiner Mutter in Deutschland lebende und laut Polizei gebrochen Deutsch sprechende MĂ€dchen aus der Ukraine hatte sich am 3. Juni auf den Weg zur Schule gemacht - kam dort jedoch nie an.
Die Polizei kĂŒndigte fĂŒr den Vormittag eine Pressekonferenz an. Nach dem Leichenfund nahe der rund 24.000 Einwohner zĂ€hlenden Stadt Döbeln hatten die Beamten mitgeteilt, es werde geprĂŒft, ob es sich um das vermisste MĂ€dchen handelt. «Weitere Details lassen sich aktuell auch aufgrund der notwendigen, langwierigen Ermittlungsarbeit nicht mitteilen», hieĂ es. Der Vater des MĂ€dchens ist laut Polizeiangaben nach wie vor in der Ukraine. Es gebe aber Kontakt zu ihm.
Die Leiche war den Angaben nach in einem Wald zwischen dem RoĂweiner Ortsteil Mahlitzsch und dem Döbelner Ortsteil Hermsdorf an einer StraĂe gefunden worden. Die Ermittlungen am und um den Tatort dauerten laut Polizei bis in die Nacht.
An der betroffenen Grundschule in Döbeln sind seit heute wieder mehrere Schulpsychologen im Einsatz. Sie stehen Lehrern und SchĂŒlern zur Seite und bieten GesprĂ€che an, sagte der Sprecher des sĂ€chsischen Landesamtes fĂŒr Schule und Bildung, Clemens Arndt. Voraussichtlich werden sie ihre Arbeit auch am Donnerstag fortsetzen.
Mehr als 400 Polizisten im Einsatz
Wenige Stunden nach der schrecklichen Entdeckung war die StraĂe, die beide Orte miteinander verbindet, durch PolizeikrĂ€fte abgesperrt worden. Am Fundort der Leiche fĂŒhrten die Chemnitzer Kriminalpolizei und die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen die Ermittlungen. Auch die Staatsanwaltschaft Chemnitz ist involviert.Â
Insgesamt waren auf der Suche nach dem ukrainischen MĂ€dchen mehr als 400 Polizisten aus Sachsen und Sachsen-Anhalt im Einsatz. Schon in den Tagen zuvor hatten die Beamten intensiv nach Valeriia gesucht. Konkrete Hinweise auf ihren Verbleib ergaben sich dabei jedoch nicht.


