Sachsen-Anhalt, Deutschland

Tod in der «Liebeszelle» - Zehn Jahre Haft fĂŒr Ehemann

17.02.2026 - 15:40:58 | dpa.de

Ein Treffen mit ihrem inhaftierten Ehemann in einer Besucherzelle des GefĂ€ngnisses in Burg endete fĂŒr eine Frau tödlich. Seit Dezember stand der Ehemann vor Gericht. Jetzt ist das Urteil gesprochen.

Der 38-JÀhrige soll seine Ehefrau in der JVA in Burg getötet haben.  - Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Der 38-JÀhrige soll seine Ehefrau in der JVA in Burg getötet haben. - Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Im Prozess gegen einen HÀftling, der in der «Liebeszelle» der JVA Burg seine Ehefrau getötet hat, hat das Landgericht Stendal eine langjÀhrige Haftstrafe ausgesprochen. Die Kammer verurteilte den 38-jÀhrigen Deutschen wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zehn Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er seine Frau tötete, wÀhrend diese ihn im GefÀngnis besucht hatte.

Die Tat ereignete sich Anfang April 2025 in der Justizvollzugsanstalt Burg, dem grĂ¶ĂŸten und modernsten GefĂ€ngnis in Sachsen-Anhalt. In der sogenannten Liebeszelle, ausgestattet mit Sofa, Kochnische und Dusche, können HĂ€ftlinge fĂŒr mehrere Stunden unbeaufsichtigt Zeit mit ihrer Partnerin oder mit Familienangehörigen verbringen. Das Urteil ist bisher nicht rechtskrĂ€ftig.

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